Dänischer Botschafter besuchte Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie

Am 9. Januar besuchte S.E. Hugo Østergaard-Andersen, Botschafter des Königreichs Dänemark in Österreich, die Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie. Der Botschafter hielt vor zahlreichen StudentInnen einen Vortrag zur Politik Dänemarks innerhalb der Vereinten Nationen.
Hugo Østergaard-Andersen (1.v.l.) besuchte die Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie
Bild: Hugo Østergaard-Andersen (1.v.l.) besuchte die Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie

Hugo Østergaard-Andersen, der vor seiner Tätigkeit in Wien unter anderem als Leiter der Abteilung für UN-Politik im dänischen Außenministerium und als Botschafter in Teheran tätig war, spannte den Bogen seines Kurzvortrages vom Aufbau und Zusammensetzung der dänischen Vertretung bei den Vereinten Nationen bis hin zu den einzelnen Schwerpunkten dänischer UN-Politik.

 

Bemerkenswert ist zunächst, dass das Königreich Dänemark in seinen Delegationen bei den unterschiedlichen Einrichtungen und Gremien der UNO nicht nur Diplomaten und Beamte entsendet, sondern auch auf die Expertise von Parlamentariern, Sozialpartnern, Mitgliedern von Nichtregierungsorganisationen sowie Vertretern der weitgehend autonomen Gebiete wie Grönland und den Färöern zurückgreift. Die Schwerpunkte der dänischen Außenpolitik liegen laut Botschafter Østergaard-Andersen auf der Betonung internationaler Kooperation und multilateralem Vorgehen, der Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit, internationaler Entwicklungszusammenarbeit, der Zusammenarbeit in humanitären Fragen sowie auf der Sicherung von Menschenrechten.

 

Bei diesen Punkten wurde besonders das Einstehen Dänemarks für Konfliktbearbeitung, peacekeeping und peacebuilding deutlich. Die Kooperationen über religiöse und kulturelle Grenzen hinweg, ebenso wie das Festhalten an multilateralen Regimen und Organisationen scheint die Außenpolitik des Königreichs zu dominieren. Von Seiten des Botschafters wurde besonders die Bereitschaft seines Landes betont, weit überdurchschnittliche Zusagen für Entwicklungshilfe und Zusammenarbeit zu leisten. Dies mag vor allem auch in dem Bewusstsein der dänischen Außenpolitik begründet sein, Sicherheitsbedrohungen mit einem erweiterten Sicherheitsbegriff wahrzunehmen, zudem auch Herausforderungen wie Klimawandel, HIV/Aids, Migrationsströme, Rassismus, Geschlechterdifferenzen, Folter und Menschenrechtsverletzungen zählen.

 

Der Besuch des Botschafters war ein weiterer Schritt in der Vorbereitung der Delegation der Universität Innsbruck am UNO Planspiel NMUN 2008 in New York City. Zudem zeigte der  Vortrag von Botschafter Hugo Østergaard-Andersen nach den Besuchen der US-amerikanischen Botschafterin sowie des iranischen Botschafters, dass die Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie bemüht ist, den Studierenden Kontakte mit Entscheidungsträgern der internationalen Politik zu fördern.

Text: Franz Eder/ bearbeitet von Susanne Röck