Indien schätzt Innsbrucker Know-How

Thomas Fahringer, Professor für Informatik an der Uni Innsbruck, war im Dezember 2007 als geladener Keynote Sprecher bei der 3rd IEEE International Conference on e-Science and Grid Computing in Bangalore, Indien.
Thomas Fahringer bei der 3rd IEEE International Conference on e-Science and Grid Computing in Bangalore, Indien.
Bild: Thomas Fahringer bei der 3rd IEEE International Conference on e-Science and Grid Computing in Bangalore, Indien.

Fahrigers Vortrag mit dem Titel „From E-Science to Grid Computing an Beyond“, in der er sich hauptsächlich mit der Entwicklung von GRID-Technologien für den Bereich E-Science beschäftigte, fand großes Interesse bei den Konferenzteilnehmern unter denen auch Vertreter des indischen Wissenschaftsministeriums waren. Auch die lokalen indischen Zeitungen mit einer Auflage von bis zu 50 Millionen  griffen den Vortrag von Thomas Fahringer auf und berichteten darüber.

 

Bei dieser Konferenz trafen sich die weltbesten Forscher auf dem Gebiet des wissenschaftlichen Hochleistungsrechnens in Bangalore, eines der größten und bedeutendsten IT - Zentren in Asien. Fahringer hat dort eine an am Institut für Informatik der Universität Innsbruck entwickelte Laufzeitumgebung für wissenschaftliche Anwendungen im Rahmen eines eingeladenen Schlüsselvortrages vorgestellt, mit dem Ziel neue Kooperationspartner  aus Indien für internationale Projekte zu gewinnen.

 

GRID

So wie das World Wide Web Web den bequemen Zugriff auf Daten (Texte, Multimediaanwendungen, etc.) ermöglicht, hat GRID die weltweite Nutzung von Rechnern und darauf ablaufenden Anwendungen zum Ziel. Komplexe Programme wie Hochleistungsrechnen auf dem Gebiet der Raumfahrt oder Simulationen im Wasserbau - die einen einfachen PC überfordern - lassen sich dank der GRID-Technologie ausführen, als stünden beliebig viele Rechner zur Verfügung. Je nach Bedarf können auch neue Rechner über das Internet aufgenommen werden, sodass jederzeit zusätzliche Leistung auf Abruf möglich ist. „Die Programmierung solcher verteilter Systeme stellte bislang eine schwierige und kostspielige Herausforderung dar, die nur mit viel technischem Know-How und Spezialwissen zu bewältigen war“, erklärt Fahringer. Der Gruppe von Prof. Fahringer gelang es am Institut für Informatik der Universität Innsbruck, ein völlig neues System (ASKALON) zu entwickeln, welches die Erstellung und Ausführung von Anwendungen für Parallelrechner und das Grid substantiell vereinfacht. „Im Wesentlichen werden technische Details sowie die Komplexität hinter einfach zu benutzenden Programmen und graphischen Benutzeroberflächen versteckt. Mit ASKALON können damit weltweit verteilte Anwendungen komfortabel erstellt und per Knopfdruck auf einem Parallelrechner oder dem Grid ausgeführt werden.“

 

Text: Susanne Röck