EULATIN II – Drittes Kontaktmeeting in São Paulo

In der Zeit vom 14. bis 22. September fand das dritte Kontaktmeeting der Mitglieder des universitären Netzwerks EULATIN II an der Universität São Paulo, Brasilien, statt. Dabei handelt es sich um ein von Prof. DDDr. Waldemar Hummer am Institut für Europarecht und Völkerrecht koordiniertes Projekt.
Das dritte EULATIN - Kontaktmeeting fand in São Paulo statt
Bild: Das dritte EULATIN - Kontaktmeeting fand in São Paulo statt

EULATIN II beschäftigt sich im Rahmen des ALFA II-Programms (América Latina–Formación Académica) der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, mit Rechtsfragen der europäischen, lateinamerikanischen und karibischen Integration, und soll neben der engen wissenschaftlichen Kooperation auch die Mobilität von Dozenten und Studenten fördern. Als Vertreter der Universität Innsbruck nahm an diesem Treffen Prof. Hummer, begleitet von seinen MitarbeiterInnen Mag. Andrea Schmid und Simon Pöschl, teil.

 

Das Treffen gliederte sich in einen technischen Teil, in dem Abläufe und administrative Angelegenheiten des aus sechs lateinamerikanischen und sieben europäischen Universitäten bestehenden Netzwerks besprochen wurden, und einen umfangreicheren wissenschaftlichen Teil. Neben der Besprechung und Vereinbarung gemeinsamer Publikationen und verschiedener Forschungsaufenthalte - so wird beispielsweise der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität São Paulo, Prof. João Grandino Rodas, Anfang des kommenden Jahres auch die Universität Innsbruck besuchen - wurde ein zweitägiges öffentliches Symposium abgehalten, das von Prof. Hummer federführend konzipiert und auch vor Ort geleitet wurde.

 

Obwohl – oder vielleicht gerade weil – an diesen beiden Tagen Vorträge in drei Sprachen (Portugiesisch, Spanisch und Italienisch) von Professoren aus zwei Kontinenten und sechs verschiedenen Staaten gehalten wurden, die sich teils mit hochkomplexen Problemstellungen der regionalen und subregionalen Integration in Lateinamerika auseinandersetzten, erfreute sich dieses Symposium durchaus auch des Interesses der lokalen Studentenschaft.

 

Im Anschluss an dieses erfolgreich verlaufene Symposium, dessen Ergebnisse –angereichert durch ergänzende und weiterführende Beiträge von weiteren Mitgliedern des Netzwerks EULATIN II – in einem Sammelband veröffentlicht werden, wurde schließlich im Plenum sowie in zahlreichen Einzelgesprächen, die sich auch noch über die nächsten Tage zogen, die künftige über das Ende dieses EULATIN II-Projekts im Mai 2008 hinausreichende Kooperation gesprochen. Des Weiteren wurde der Sammelband zum ersten Symposium des Netzwerks, das letztes Jahr am Sitz der ALADI (Asociación Latinoamericana de Integración) in Montevideo stattgefunden hatte, vorgestellt, der sowohl in Buchform als auch online publiziert wurde.