Eröffnung des American Corner Innsbruck

Am 21. Mai, wurde an der Universität Innsbruck der österreichweit erste American Corner im Beisein der Botschafterin der Vereinigten Staaten, Susan McCaw, feierlich eröffnet. Der American Corner Innsbruck (ACI) versteht sich als Drehscheibe für alle Belange, die die USA betreffen – in- und außerhalb der Universität Innsbruck.
Botschafterin Susan McCaw eröffnete den American Corner Innsbruck
Bild: Botschafterin Susan McCaw eröffnete den American Corner Innsbruck

Zur feierlichen Eröffnung des American Corner Innsbruck fanden sich neben Innsbrucks Bürgermeisterin Hilde Zach und Landesrat Dr. Hannes Bodner zahlreiche interessierte Gäste in Aula in der Universität ein. Nach den Eröffnungsworten von Prof. Gudrun Grabherr, Direktorin des American Corner Innsbruck und Leiterin des Instituts für Amerikastudien, ergriff Rektor Manfried Gantner das Wort, um sich bei allen zu bedanken, die die Eröffnung des American Corner Innsbruck möglich machten. Susan McCaw, die Botschafterin der Vereinigten Staaten in Österreich, betonte in ihrer Rede die langjährigen und hervorragenden Beziehungen zwischen Amerika und Tirol, deren Wurzeln bis in die Nachkriegszeit zurückreichen. – Von 1949 bis 1955 gab es in Innsbruck ein sogenanntes Amerika Haus, das in den Jahren nach dem Krieg kleine Bibliotheken und Leseräume anbot. – McCaw verlieh ihrer Hoffnung Ausdruck, dass der American Corner Innsbruck dazu beitragen würde, die lange Tradition der Freundschaft, der Zusammenarbeit und des Verständnisses zwischen Österreich und den USA fortzuführen. Eine Multimediapräsentation über die Ziele des American Corner und die musikalische Untermalung durch Landestheatersänger Thomas Zisterer machten die Eröffnungszeremonie zu einem abwechslungsreichen Festakt.


Ziele des American Corner Innsbruck

Seit einem Jahr beschäftigt sich das Institut für Amerikastudien der Universität Innsbruck mit der Umsetzung des American Corner an der Universität Innsbruck. Mit dem American Corner Innsbruck (ACI) wird nun der erste American Corner in Österreich feierlich eröffnet. Der ACI wird zentral von Washington D.C. über die Amerikanische Botschaft in Wien gefördert und ist integriert in das Institut für Amerikastudien der Uni Innsbruck.

 

Die Ziele des ACI sind:

  • öffentlich zugängliche Informationsquelle zu USA-spezifischen Themen
  • transkulturelle Verständigung
  • grenzüberschreitende Kommunikation
  • Förderung des gegenseitigen Verständnisses
  • neue Forschungsschwerpunkte:
                                       > Medical Humanities
                                       > Law and the Humanities
                                       > Business/Management and the Humanities

American Corner als deutliches Zeichen für die starke Verbindung zwischen Österreich und den USA -
Statement von H.E. Susan McCaw, Botschafterin der Vereinigten Staaten von Amerika in Österreich

Der American Corner Innsbruck wird unter all den über 360 American Corners weltweit einzigartig sein. Doch auch wie andere American Corners ist jener, den wir heute (21.5.) eröffnen, nicht ein einmaliges Geschenk, sondern bedeutet vielmehr fortwährenden Einsatz und Engagement.

Wir werden mit dem Institut für Amerikastudien zusammenarbeiten, um diesen American Corner stetig zu erweitern und zu verbessern, damit er den Anforderungen derer, die seine Dienste in Anspruch nehmen, entspricht. Wie andere American Corners wird er aktuelle Bücher, Zeitschriften, Videos, und Online-Ressourcen über die USA zur Verfügung stellen.

Doch im Gegensatz zu anderen American Corners wird dieser hier in Innsbruck einen ganz besonderen Schwerpunkt haben. Dieser American Corner wird nämlich einen bedeutenden Beitrag zu den Bemühungen des Innsbrucker Instituts für Amerikastudien leisten, die Geistswissenschaften als einen wichtigen Teil des Studienplans für Studierende im medizinischen, juridischen und wirtschaftlichen Bereich zu etablieren.

Ich bin davon überzeugt, dass dieser American Corner ein freundlicher und lebhafter Ort sein wird, der den Dialog und das gegenseitige Verständnis zwischen ÖsterreicherInnen und AmerikanerInnen fördert. Die Amerikanische Botschaft hat sich verpflichtet, die Aktivitäten an diesem Corner zu unterstützen und mit der Öffentlichkeit zusammenzuarbeiten, um die österreichisch-amerikanischen Beziehungen zu festigen.

Ich sehe den American Corner als deutliches Zeichen für die starke Verbindung zwischen Österreich und den USA. Ich bin sicher, dass durch den American Corner diese Verbindung noch stärker wird.

 

American Corner Innsbruck eröffnet neue Visionen für innovative Forschungs- und Lehrbereiche -
Statement von Prof. Manfried Gantner, Rektor der Universität Innsbruck

Seit einem halben Jahrhundert besteht eine enge Verbindung zwischen US-amerikanischen Universitäten und unserer Universität. Austauschprogramme und Kooperationen mit amerikanischen Universitäten gedeihen immer noch bestens, wie zum Beispiel die enge Beziehung zur University of Notre Dame und der University of New Orleans, die in der Zwischenzeit tausenden Studierenden und hunderten AkademikerInnen auf die andere Seite des Atlantiks verholfen hat. Mit großem persönlichem Einsatz sind wir stets bemüht, die Austauschprogramme und die Zusammenarbeit mit Universitäten in den USA zu erweitern und zu vertiefen.

Heute feiern wir die Eröffnung des American Corner Innsbruck, einer neuen Einrichtung an der Universität Innsbruck. Der American Corner Innsbruck eröffnet neue Visionen für innovative Forschungs- und Lehrbereiche, indem er die transdisziplinären Schwerpunkte „Medical Humanities“, „Law and the Humanities“, sowie „Business/Management and the Humanities“ einführt und fördert. Aber es gibt noch einen anderen Grund, weshalb der American Corner Innsbruck so besonders für uns ist: Er ist der einzige in Österreich.

Die Universität ist stolz darauf, den American Corner Innsbruck einen Teil von sich nennen zu dürfen. Ich möchte jedem danken, der dies ermöglicht hat, im besonderen Botschafterin Susan McCaw für die finanzielle Unterstützung des American Corner Innsbruck, sowie Prof. Gudrun Grabher für ihre Visionen und ihren großen persönlichen Einsatz, die sie in den American Corner investiert hat.


Innovative und in Österreich einzigartige Forschungsschwerpunkte -
Statement von Prof. Gudrun M. Grabher, Direktorin des American Corner Innsbruck und Leiterin des Instituts für Amerikastudien der Universität Innsbruck

Der American Corner Innsbruck zeichnet sich vor allem durch seine innovativen und in Österreich einzigartigen Forschungsschwerpunkte aus, und zwar durch die Bereiche “Medical Humanities”, “Law and the Humanities” und “Business/Management and the Humanities” im Kontext der US-amerikanischen Kulturstudien. Dies bedeutet, dass Aspekte der Medizin, der Justiz, oder der Wirtschaftswelt auf dem Hintergrund der amerikanischen Kultur beleuchtet werden unter Miteinbeziehung humanwissenschaftlicher Perspektiven. Z.B. im Bereich der Medical Humanities können anhand von literarischen Beispielen Krankheit, Leiden und Schmerz in der gesamtpersonellen Erfahrung betrachtet werden. Ebenso koennen literarische Beispiele zur Sensibilierung der Arzt-Patient-Kommunikation beitragen. Ein weiterer Fokus wird die Geschichte der Medizin in den USA im kulturellen Kontext sein. Im Bereich “Law and the Humanities” werden neben der Geschichte des amerikanischen Rechtssystems anhand von Filmen oder literarischen Werken Themen wie die Todesstrafe oder das Geschworenensystem in den USA z.B. im jeweiligen ethnischen Kontext betrachtet, oder Grundfragen wie die nach Recht und Gerechtigkeit im Rahmen der einzigartigen und unwiederholbaren Existenz des einzelnen Menschen betrachtet.

Kulturelle Prägungen und Besonderheiten sind auch ein wesentlicher Aspekt in der Kommunikation in der Geschäftswelt. Mit solchen Aspekten wollen wir uns im American Corner Innsbruck sowohl in Forschung als auch in der Lehre auseinandersetzen.

Außerdem möchten wir unser Wissen über die amerikanische Kultur für andere nutzbar machen, die in den USA studieren oder forschen möchten, sowie durch unsere Bibliothek und unser Filmarchiv Informationsmaterial auch einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.