Einblicke in die Bildungsarbeit in Indien

Aufgrund einer Kooperation mit der Mahatma Gandhi University Kottayam (Kerala/Indien) hielt ein Wissenschaflter dieser Universität - Prof. Thomas Abraham – ein Seminar und einen Gastvortrag an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Innsbruck.
Prof. Thomas Abraham
Bild: Prof. Thomas Abraham

“Only those who have experienced empowerment are in a position to empower other people.” Dies ist einer der Grundsätze, auf denen Prof. Thomas Abraham seinen Einsatz in Indien aufgebaut hat.  Auch das Seminar, das in Kooperation mit dem Institut für Praktische Theologie vom 16.-18. April 2007 an der Theologischen Fakultät Innsbruck stattgefunden hat, stand unter diesem Leitsatz.

 

Prof. Abraham verdeutlichte dass mit dem Privileg, selbst Bildung und Anerkennung erfahren zu haben, auch die Verpflichtung einhergeht, diese an weniger privilegierte Menschen weiterzugeben. Er selbst lebt diese Verpflichtung auf beeindruckende Art und Weise und versteht sich als Brückenbilder zwischen der akademischen Lehre und der Bildungsarbeit mit analphabetisierten Menschen. Wissenschaft trägt Verantwortung für die Marginalisierten, so ist seine Überzeugung.

 

In seinem einstündigen Seminar an der Universität Innsbruck führte er Studierende der Theologischen Fakultät in die Thematik „Adult education (TCI – Theme-Centred Interaction) as empowerment in a multicultural and multireligious society“ ein. Weiters hielt er einen öffentlichen Gastvortrag zum Thema „Is there a place for God in the TCI-world-view? Towards a convergence“. Bei dem gut besuchten Vortag zeigte Prof. Abraham Möglichkeiten der Adaptierung von TCI im indischen Kontext sowie der Bereicherung dieses pädagogisch-therapeutischen Ansatzes aufgrund der Öffnung zur indischen Welt auf.

 

Prof. Thomas C. Abraham ist emeritierter Professor für Erwachsenenbildung und Gandhian Studies an der Mahatma Gandhi University Kottayam (Kerala/ Indien) und Direktor des National Centre for TCI (Theme-Centred Interaction) Studies.

 

Aus Anlass des Besuchs von Prof. Abrahan wurde einmal mehr betont, dass es ein gemeinsames Anliegen der Indischen Universität und der Innsbrucker Katholisch-Theologischen Fakultät sei,  die Kooperationen zu verstärken. Besonders im Forschungsbereich Kommunikative Theologie - der dem Forschungsschwerpunkt „Religion – Gewalt – Kommunikation – Weltordnung“ zugeordnet ist - finden sich viele Anknüpfungspunkte (TCI-Forschung, Gewaltforschung, Friedensforschung, Kommunikationsforschung), die eine gemeinsame Forschungsarbeit und somit eine Intensivierung der Zusammenarbeit nahelegen.