Wo die Jacarandas blühen - Australienreise 2006

Die Stärkung der Beziehungen zu den Partneruniversitäten der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck „down under“ war Ziel einer Kurzreise von Vertretern der Universität nach Brisbane und Sydney.
Der Akademiker vor der MacQuarie
Bild: Der Akademiker vor der Macquarie University

TeilnehmerInnen der Delegation waren der Universitätsbeauftragte für Internationale Beziehungen, Prof. Erich Thöni, der Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaft, Prof. Stephan Laske, sowie Prof. Christian Smekal und Mag. Dagmar Abfalter als Verantwortliche für die Beziehungen mit der University of Queensland.

 

In Brisbane waren die University of Queensland (UQ), die Griffith University (GU) sowie die Queensland University of Technology (QUT) Ziel der Gespräche. In Sydney waren dies die University of New South Wales (UNSW), die Macquarie University (MU) sowie die University of Technology Sydney (UTS). Alle Universitäten zeigten ein klares Interesse an einer Intensivierung bzw. am Aufbau der Kooperation mit der LFU Innsbruck in sehr freundschaftlich geführten Gesprächen. Insbesondere der Aufbau englischsprachiger Studienangebote an der LFU wird als Chance für einen (notwendigen) ausgeglichenen Studierendenaustausch gesehen. Wechselseitige Forschungsaufenthalte der MitarbeiterInnen werden allgemein befürwortet, sollten jedoch auf inhaltlicher Basis persönlich vereinbart werden.

 

Vor bereits 10 Jahren initiierte Prof. Smekal die Partnerschaft mit der renommierten University of Queensland, einem Mitglied der renommiertesten Universitäten Australiens, der „Group of Eight (‚sandstone universities’)“. Bereitschaft zur Kooperation wurde insbesondere durch die geplante Verlängerung des „Memorandum of Understanding“ bekräftigt. Damitkönnen auch weiterhin vier Studierende pro Jahr je ein Semester studiengebührbefreit an der UQ studieren. Im Gegenzug wird ein European Studies-Kurzstudienprogramm für australische Studierende angeboten, welches bisher sehr gut angenommen wurde.

 

Erfolgreich verliefen auch die Nachfolgegespräche an der Griffith University, mit der es ebenfalls seit über 10 Jahren ein Partnerschaftsabkommen gibt, die Kooperations- und Erweiterungsgespräche an der QUT und der Macquarie University sowie die (formalisierenden) Vertragsgespräche an der UTS und der UNSW, einem weiteren Mitglied der „Group of Eight (‚sandstone universities’)“.

 

Leider konnten nur wenige der momentan „down under“ studierenden Innsbrucker StudentInnen erreicht werden. Wenn die Jacarandas blühen – wie momentan der Fall – ist es höchste Zeit für die Studierenden, sich hinter die Bücher zu klemmen und ihre Prüfungen vorzubereiten. Alle Universitäten lobten die Leistungen der Innsbrucker Studierenden, die sich bspw. mit mehreren „Dean’s recommendations“ an der UQ ihre Lorbeeren verdient haben.

 

Prof. Thöni meinte abschließend: „Die australischen Kooperationspartner gelten als ausgezeichnete Universitäten, mit teilweise Weltruf und zählen zu den gefragtesten Kooperationspartnern in der globalen Bildungszusammenarbeit. Wenn wir in Australien, dessen Universitäten sehr stark marktorientiert agieren (müssen!) und teilweise hohe Studiengebühren nehmen (müssen!), dennoch einen reziproken, teilweise studiengebührenbefreiten student-exchange erreichen, spricht dies insbesondere für die bisher dort studierenden LFU-StudentInnen, denen ausgezeichnete Leistungen zugesprochen und viel Lob gespendet wurden. Wenn schließlich die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen der LFU herzlich eingeladen werden, (im Austausch) an diesen Universitäten zu unterrichten bzw. Forschung zu betreiben, so spricht auch dies für die LFU!“

 

Dies wird von Dekan Laske unterstrichen. Er ergänzt: „Die Chancen für wissenschaftliche Kooperationen mit international führenden Partnerinnen und Partnern stehen sehr gut, es wurde sehr viel Interesse signalisiert – um das allerdings zum Leben zu bringen müssen wir selbst aktiv sein, hinausgehen und dürfen uns nicht in alter eurozentristischer Tradition an den Kinderreim halten ‚Ich sitze hier und schneide Speck, und wer mich lieb hat, holt mich weg!’ Wir stehen interessierten Kolleginnen und Kollegen gerne für weitere Auskünfte zu Verfügung.“