Workshop zum Risikomanagement in Obergurgl

Nach dem Erfolg des letzten Jahres wurde am 17. und 18. November zum zweiten Mal der Workshop Risikomanagement im Universitätszentrum Obergurgl durchgeführt. Veranstalter war das Institut für Banken und Finanzen - insbesondere Prof. Matthias Bank und Prof. Michael Hanke.
Prof. Stefan Pichler bei seinem Vortrag
Bild: Prof. Stefan Pichler bei seinem Vortrag

Die TeilnehmerInnen kamen aus dem deutschsprachigen Raum, u.a. aus Karlsruhe, Regensburg, Wien und Graz. Neben hochkarätigen FachvertreterInnen, wie z.B. Prof. Uhrig-Homburg und Prof.Pichler, waren insbesondere Nachwuchs-wissenschaftlerInnen vertreten, die von ihren aktuellen Forschungsarbeiten berichteten.

 

In den Vorträgen ging es um die Modellierung und das Management von Kreditrisiken. Ein 'Highlight' der Veranstaltung war der Vortrag von Prof. Marliese Uhrig-Homburg aus Karlsruhe. Sie war als "key note speakerin" eingeladen und berichtete über aktuelle Forschungsergebnisse. Sie hat dabei eine empirische Untersuchung vorgestellt, mit der geklärt werden soll, ob so genannte strukturelle Modelle bei der Quantifizierung von Bonitätsrisiken besser geeignet sind als Reduktionsmodelle oder vice versa.

 

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag von Prof. Stefan Pichler von der WU Wien, der über die Validierung von Ratingsystemen gesprochen hat und ein Modell präsentierte, das es ermöglichen soll, jene Banken zu identifizieren, die in ihrer Ratingpraxis signifikant vom Konsens der Bankenindustrie abweichen und damit Anlass für die Aufsichtsbehörde geben, sich diese 'Ausreißer' genauer anzusehen. Eine Arbeit, die angesichts der aktuellen Bankenskandale kaum an Aktualität zu übertreffen ist.

 

Das inhaltlich spannende Programm, sowie das attraktive Umfeld im Universitätszentrum Obergurgl ließen auch den diesjährigen Workshop zu einer gelungenen Veranstaltung werden, die mit Sicherheit eine Fortsetzung im nächsten Jahr erfährt, darin waren sich die Veranstalter einig.