ASEM-LLL Symposium an der Uni Innsbruck: Kompetenzentwicklung am Arbeitsplatz - Innsbruck Symposium 25.-28. September 2006

ExpertInnen aus acht Ländern (Österreich, VR China, Tschechien, Ungarn, Dänemark, Malaysien, Thailand und Großbritannien) trafen sich Ende September in Innsbruck für einen intensiven wissenschaftlichen Austausch. Hierbei ging es um Forschungsentwicklung im Bereich Kompetenzentwicklung in Form von Lernen am Arbeitsplatz in Europa und Asien.
v.l: Dr. Mathias Schennach, Univ.-Prof. Dr. Lynne Chisholm und Vizerektor Märk
Bild: v.l: Dr. Mathias Schennach, Univ.-Prof. Dr. Lynne Chisholm und Vizerektor Märk

Das internationale Symposium wurde vom Forschungsschwerpunkt Bildung - Generation - Lebenslauf am Institut für Erziehungswissenschaften der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck durchgeführt. Die TeilnehmerInnen präsentierten den Stand der Forschung in ihrem jeweiligen Land bzw. ihrer Sprachgemeinschaft und diskutierten Möglichkeiten gemeinsamer Aktivitäten, wie vergleichende Forschungsprojekte, gemeinsame Publikationen und Austauschprogramme für Studierende und Lehrende.

In der Eröffnungsansprache des Symposiums, welches in den ansprechenden Räumlichkeiten des Bildungshaus Seehof stattfand, betonte Vizerektor Märk den hohen Stellenwert, den die Universität der Internationalisierung, interdisziplinären Ansätzen und einer engeren Verbindung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft beimisst: „Dies ist ein exzellentes Beispiel guter Praxis in allen drei Aspekten“. Dr. Matthias Schennach, Direktor des Internationalen Büros der Leopold-Franzens Universität Innsbruck, strich zustimmend hervor, dass das Symposium der Priorität der Universität entspricht, engere Kooperationen mit Asien zu entwickeln. Er freute sich besonders, den Vertreter der Chulalongkorn University in Bangkok, der engste Partner der LFU in Asien, begrüßen zu können.

Das Symposium fand im Rahmen des ASEM-LLL Forschungs- und Bildungszentrums statt, ein Netzwerk von AkademikerInnen und PolitikerInnen, das von der DPU (Dänische Universität für Erziehungswissenschaften) in Kopenhagen koordiniert wird. Univ.-Prof. Dr. Lynne Chisholm ist die akademische Vertreterin Österreichs und Beiratsmitglied von ASEM-LLL. Das asiatisch-europäische Treffen (Asia-Europe Meeting = ASEM; vgl http://www.aseminfoboard.org/) ist eine Plattform auf höchster Ebene, die dem Dialog und der Kooperation zwischen den 25 EU-Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und 13 asiatischen Ländern dient. Lebenslangem Lernen (LLL) wurde 1999 eine thematische Vorrangstellung eingeräumt. Die Entstehung des ASEM-LLL Forschungs- und Bildungszentrums 2004 streicht die langfristige Stabilität dieses thematischen ASEM Schwerpunktes hervor (weitere Informationen unter: http://www.uvm.dk/asem/).

Das Symposium in Innsbruck wurde vom Österreichischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur unterstützt, sowie vom Land Tirol, dem Österreichischen Büro für Wissenschafts- und Forschungskooperation (ASO Brno), dem Zukunftszentrum Tirol, dem Fördertopf des Rektors der LFUI, ASEA-Uninet, dem Internationalen Büro der Leopold-Franzens Universität Innsbruck. Teilweise wurde es aus den Eigenmitteln des Forschungszentrums Erziehung-Generationen-Lebensläufe finanziert.

Die TeilnehmerInnen genossen die Tiroler Gastfreundschaft und die historischen, kulturellen und gastronomischen Schätze des Landes – sogar das Wetter spielte mit. Alle freuen sich schon auf ein nächstes Treffen in Innsbruck – doch zuvor wird sich das Netzwerk im Rahmen seiner jährlichen Konferenz 2007 an der National University of Malaysia treffen. Es ist geplant, die Beiträge an diesem Symposium in der Konferenzserie des Verlags der Universität Innsbruck zu veröffentlichen.