Indien – Zukünftige Weltmacht?

Mit diesem Thema beschäftigte sich der deutsche Politologe Klaus Voll in seinem vom Institut für Politikwissenschaft am 30.Mai organisierten Vortrag.
Deutscher Politologe Klaus Voll.
Bild: Deutscher Politologe Klaus Voll.

Voll, der seit vielen Jahren in New Delhi tätig ist – derzeit als Leiter von „India Consult“ und viel über Indien publiziert hat, erklärte die wachsende weltpolitische Rolle Indiens mit einer Entwicklung, die durch die Eckdaten 1991 (Ende der Sowjetunion), 1998 (Explosion der indischen Atombombe), 2000 (Besuch von Präsident Bill Clinton) und 2006 (Besuch von Präsident George W. Bush) charakterisiert sind. Die indische Außenpolitik, getragen von einem stabilen Konsens der politischen Eliten, orientiert sich zunehmend an den USA. Die indische Gesellschaft zählt, wie Meinungserhebungen belegen, zu den US-freundlichsten der Welt. Indien sieht sich jedoch nicht als Juniorpartner der amerikanischen Supermacht, sondern als deren gleichberechtigter Partner.

In der an den Vortrag anschließenden, intensiven Diskussion wurde Indiens Spannungsverhältnis mit Pakistan, das komplizierte aber relativ stabile Verhältnis Indiens zu China, die indische Vormachtrolle in Südasien und die delikate Beziehung zwischen dem energiehungrigen Indien und dem Energie exportierenden Iran beleuchtet. Die Veranstaltung reflektierte das an der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie vorhandene Interesse an der indischen Gesellschaft und Politik.

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