European Accounting Association

Vom 22. bis 24. März fand in Dublin die jährliche Konferenz der European Accounting Association statt. Diese Tagung ist eine der wichtigsten europäischen Konferenzen für ForscherInnen im Bereich des Rechnungswesens und Controlling.
Campus des University College Dublin
Bild: Campus des University College Dublin

Dabei bot sich für Forschende der LFU Innsbruck auch eine gute Gelegenheit, der internationalen Community den in der Gründungsphase befindlichen Forschungsschwerpunkt „Accounting Theory & Research“ an der LFU Innsbruck vorzustellen.

 

Mit Prof. Albrecht Becker und MMag. Martin Messner (Institut für Rechnungswesen, Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung) war die LFU Innsbruck durch zwei ihrer Mitglieder vertreten. Albrecht Becker war als Referent im Rahmen eines Symposiums über „Qualitative Research Methods in Accounting“ eingeladen. Gegenstand des Symposiums war die Frage nach der Bedeutung qualitativer Forschungsmethoden in der Accounting-Forschung. Dabei zeigte sich, dass zwischen den ReferentInnen, die aus Großbritannien, Schweden, Neuseeland und Österreich stammten, große Einstimmigkeit darüber herrschte, dass qualitative Forschung für ein Verständnis der Praxis des Rechnungswesens bzw. Controllings von großem Wert ist. Nicht zuletzt in Hinblick auf die Ausbildung wird es als wichtig angesehen, die Dynamik der Accountingpraxis in einzelnen Organisationen auf Mikroebene zu untersuchen; dies ist mit großzahligen empirischen Untersuchungen in der Regel kaum zu leisten.

 

Albrecht Becker hob in seinem Referat hervor, dass qualitative Forschung über Controlling und Rechnungswesen im deutschsprachigen Raum wenig verbreitet ist. Der beantragte Forschungsschwerpunkt "Accounting Theory & Research" an der Fakultät für Betriebswirtschaft räumt qualitativer Forschung eine zentrale Stellung ein und ist mit dieser Orientierung einzigartig in der deutschsprachigen Betriebswirtschaftslehre. Becker stellte die Planungen des Forschungsschwerpunkts vor und betonte, dass diese strategische Positionierung auch dazu diene, NachwuchswissenschaftlerInnen neue internationale Vernetzungen und Publikationsmöglichkeiten zu erschließen.

 

Ebenso vertreten war die LFU Innsbruck im Rahmen des von KPMG gesponserten Doktorandenkolloquiums, das wie üblich unmittelbar vor dem Kongress stattfand. Martin Messner konnte einen der begehrten Kolloquiumsplätze ergattern und erwarb damit auch ein Stipendium für die Teilnahme am Kongress.