LFU-Projekt für Website der Österreichischen EU-Ratspräsidentschaft ausgewählt

Eines der größten Projekte des Institutes für Textilchemie und Textilphysik hat es geschafft: Das „EUREKA Projekt E! 2625 ECDVAT“ wurde auf dem CORDIS Webservice der Österreichischen Ratspräsidentschaft online als Showcase ausgewählt. Dieses Projekt entwickelt ein billigeres und saubereres Verfahren für das Färben von Stoffen mit elektrochemisch gefärbtem Garn.
elektrochemisch gefärbte Spulen
Bild: elektrochemisch gefärbte Spulen

„Ich bin der Ansicht Teil eines EUREKA – Projektes zu sein war ein großer Vorteil, denn dadurch haben wir zusätzliche Mittel für unser Forschungsprojekt erhalten.“, so Prof. Thomas Bechtold vom Institut für Textilchemie und Textilphysik. Für die an dem Projekt teilnehmenden Länder Deutschland und Österreich standen rund 1, 9 Millionen Euro Budget zur Verfügung. Das Geld wurde gut investiert. Innerhalb von nur zwei Jahren wurde ein Verfahren entwickelt, welches zweifache Vorteile bietet: zum einen können die eingesetzten Produkte mehrfach verwendet werden und zweitens werden die Abwasserströme nachhaltig entlastet. Ein Grund mehr, warum nun auch der Webservice CORDIS der Österreichischen EU-Ratspräsidentschaft das Projekt online präsentiert. Die so genannten „Showcases“ dienen unter anderem als Plattform für besondere österreichische Forschungsprojekte.

Herkömmliche Reduktionsmittel werden durch Elektrolyseprozess ersetzt

Fast die Hälfte aller Bekleidungstextilien wird aus Baumwolle hergestellt. Dies entspricht einem Volumen von rund 20 Mio. Tonnen pro Jahr. Rund ein Fünftel dieser Textilien wird dabei mit Küpenfarbstoffen gefärbt. Bisher konnten die Reduktionsmittel dieser Farbstoffe nicht mehr regeneriert werden. Nach dem Färbeprozess war damit das Färbebad verbraucht und gelangte ins Abwasser. Mit der neuen Technik ergeben sich für den Färbeschritt Einsparungen von bis zu 80 % beim Chemikalienverbrauch und 80 - 90% beim Wasserverbrauch.

 

Bis 2003 war das notwendige Material für die kommerzielle Verwendung zu teuer. Seither hat sich die Forschungsgruppe darauf konzentriert, ein billigeres Verfahren zu entwickeln. Es wurde attraktiver, wettbewerbsfähiger und profitabler. „Elektronen anstelle von Chemikalien zu verwenden heißt, dass es nun leichter möglich ist, das Färbebad und damit die Farbintensität zu überwachen und einzustellen“, erklärt Bechtold.

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