Prof. Dr. Christoph König tritt Professur in Osnabrück an

Am 12. März hielt Prof. Christoph König seine Antrittsvorlesung für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Osnabrück. König promovierte in den frühen 80er Jahren sub auspiciis an der LFU Innsbruck. Seine von Prof. Doppler betreute Dissertation über Regionalliteratur wurde damals in der Germanistischen Reihe der Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft gedruckt.
Prof. Christoph König
Bild: Prof. Christoph König

Nach kurzer Tätigkeit am Brenner-Archiv baute König am Deutschen Literaturarchiv in Marbach die Abteilung "Geschichte der Germanistik" auf und gab das vor zwei Jahren erschienene Germanistenlexikon heraus. Habilitiert hat er sich an der Humboldt-Universität.

Neben der neueren deutschen Literatur vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart setzt Prof. König die Schwerpunkte in seiner Lehre und Forschung auf Wissenschaftsgeschichte, Ästhetik und Literaturtheorie, sowie Archivlehre. Zusätzlich ist er als Mitglied in einigen Jurys zur Vergabe von Literaturpreisen und Stipendien tätig. Weiters arbeitet er im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ mit.

 

Eine berufliche Erfolgsgeschichte

Christoph König wurde 1956 in Innsbruck geboren. Nach einem Studienjahr an der Dover Highschool in Delaware (USA) studierte er von 1975 – 1981 Germanistik, Philosophie und Amerikanistik an der LFU, worauf im Jahr 1983 die Promotion („summa cum laude“) folgte. König blieb zunächst der LFU treu indem er Assistent am Forschungsinstitut „Brenner-Archiv“ wurde.

 

Von 1986 bis 2005 war er der Leiter der „Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik“ im Deutschen Literaturarchiv Marbach. In der Zwischenzeit habilitierte er mit einer Monographie über Hugo von Hofmannsthal an der Humboldt-Universität zu Berlin. Außerdem gründete er im Jahr 1989 den Marbacher Arbeitskreis für Geschichte und Germanistik und im Jahr 1991 die Heftserie „Geschichte der Germanistik. Mitteilungen“, die bis heute von ihm herausgegeben werden.

 

Im Jahr 2000 wechselte er schließlich an die Universität Stuttgart und seit Oktober 2005 besetzt er den Lehrstuhl für Neuere und neueste deutsche Literatur an der Universität Osnabrück.

 

Interview mit Prof. König:

 

Was schätzten Sie während Ihrer Zeit an der LFU besonders?

„Zunächst einmal die erstklassige linguistische Ausbildung, die ich dort genießen durfte. Außerdem die literaturwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen von Prof. Doppler, der dabei einen Akzent auf Einblicke in die Österreichische Literatur legte.“ Zusätzlich zeigte sich Prof. König auch noch sehr begeistert von der intensiven Gesprächskultur, welche die ProfessorInnen mit den Studierenden pflegten.

 

Welches sind Ihre Ziele für die Zukunft?

Neben einer neuen Publikation, in der er einen Vergleich der Geschichten europäischer Philologien anstellen möchte, und der Erstellung eines Konzepts einer Hermeneutik, möchte sich Prof. König intensiv der Nachwuchsförderung widmen. „Eines meiner Ziele ist es, den hochqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland zu fördern. Neben der bereits bestehenden, von mir gegründeten Sommerschule Literaturwissenschaft in Marbach plane ich noch ein Peter-Szondy-Kolleg einzurichten.“