Prof. Alexander Siedschlag wurde zum Landesvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen gewählt

Alexander Siedschlag, Inhaber der Stiftungsprofessur für Europäische Sicher-heitspolitik an der LFU, wurde zum Vorsitzenden des Vorstandes des Landesver-bandes Bayern der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen gewählt. Er sieht seine neue Aufgabe als Chance, das Profil der LFU in der sicherheitspoliti-schen Lehre zu vertiefen.
Prof. Siedschlag freut sich über die neue Herausforderung
Bild: Prof. Siedschlag freut sich über die neue Herausforderung

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) verfolgt als Informationsstelle für die Vereinten Nationen das Ziel, das öffentliche Interesse für zwischenstaatliche und internationale Beziehungen zu wecken, das Verständnis für die aktuellen Vorgänge in der Außen- und Weltpolitik zu fördern und den Willen zur Mitverantwortung im Sinne der Bestrebungen der Vereinten Nationen zu stärken.

 

Positionierung der LFU auf dem Gebiet der Sicherheitspolitik

Prof. Siedschlag weist besonders darauf hin, dass die EU in ihrer Sicherheitsstrategie den Anspruch erhebt, ein „globaler Akteur zu sein und sich aktiv für die Schaffung einer Weltordnung auf der Grundlage eines wirksamen Multilateralismus einzusetzen“. Als solcher sehe sie sich laut Prof. Siedschlag „auch von den weltpolitischen Bedrohungen unserer Zeit, wie internationaler Terrorismus und Verbreitung von Massenvernichtungswaffen direkt betroffen“. Indem er auf diese Tatsachen hinweist versucht er zu verdeutlichen, wie seine Funktion dazu beitragen kann, die LFU auf dem Gebiet der Sicherheitspolitik weiter zu positionieren.

 

Idee der vernetzten Lehre ausdehnen

Da nämlich die Ziele der DGVN mit den Zielen der Stiftungsprofessur für Europäische Sicherheitspolitik Hand in Hand gehen, wird Prof. Siedschlag und seinen MitarbeiterInnen ein idealer, umfassender Kontext für die Lehr- und Forschungstätigkeit geboten. Dementsprechend plant er, die Idee einer vernetzten Lehre nunmehr auch in den bayerischen Raum auszudehnen und Gastdozenten und -Referenten so weit wie möglich für die Vertiefung der Profilbildung der LFU in der sicherheitspolitischen Lehre zu nutzen. Als Bindeglied zwischen der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen und dem nächstgelegenen UN-Hauptsitz Wien wird die Funktion seiner Stiftungsprofessur als sicherheitspolitische Vernetzungsplattform nunmehr zusätzlich gestärkt.

 

Zivile Konfliktprävention als gemeinsame Aufgabe von UN und EU

Nach der Wahl zum Landesvorsitzenden der DGVN freuen sich Prof. Siedschlag und sein Team auf die nun gegebenen neuen Möglichkeiten, die strategischen Beziehungen zwischen UN und EU von beiden Seiten aus beleuchten zu können. Denn gerade im Bereich der zivilen Konfliktprävention (z.B. Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechtsschutz) können beide Organisationen gut zusammenwirken, müssen sich aber auch noch weiter aufeinander einspielen.

Prof. Siedschlag nimmt die neue Herausforderung gerne an, da er laut eigener Aussage schon lange überlegt habe, „wie sich die globale Dimension, ohne die an europäische Sicherheit nicht mehr zu denken ist, mit der unmittelbaren EU-Dimension verbinden lässt“. Insofern wertet er die „überraschende Wahl zum Vorstandsvorsitzenden“ als eine „Fügung“, die es nun sinnvoll zu nutzen gilt.

 

Sicherheitspolitik ist nicht gleich Militarisierung

Den sichtbaren UN-Bezug hofft der neue Vorstandsvorsitzende auch dazu nutzen zu können, um noch besser deutlich zu machen, dass umfassende Sicherheitspolitik nichts mit einer Militarisierung der Friedenssicherung zu tun hat, da die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik immer wieder fälschlicherweise mit diesem Vorurteil konfrontiert wird.

Prof. Siedschlag gehört dem Vorstand des Landesverbandes Bayern der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen seit 2004 an und war dort bisher für Neue UN-Themen (z.B. Informationsgesellschaft), Sicherheitspolitik und außenpolitische Themen mit UN-Bezug verantwortlich.

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