6 Habilitierte wurden gefeiert

Bei der Habilitationsfeier am 16. Oktober überreichte Rektor Karlheinz Töchterle die Venia Docendi an sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von vier Fakultäten.
6 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhielten am 16. Oktober die Venia Docendi
Bild: 6 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhielten am 16. Oktober die Venia Docendi

„Wir feiern heute einen wichtigen Schritt im Leben eines Wissenschaftlers: Mit der Habilitation erhalten Sie die Erlaubnis, frei an einer Universität zu lehren. Sie ist die höchste akademische Prüfung“, erklärte Rektor Karlheinz Töchterle im Rahmen der bereits zur Tradition gewordenen Habilitationsfeier, die erstmals im Ambiente des Archäologischen Museums im Universitätshauptgebäude stattfand. Im Anschluss an die Grußworte des Rektors stellten die Dekaninnen und Dekane der Fakultäten für Biologie, Mathematik, Informatik und Physik, Volkswirtschaft und Statistik sowie der Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät die Habilitierten und ihre Arbeiten vor. Eine Ansprache von Forschungsvizerektor Tilmann Märk bildete den Abschluss des Festaktes. „Der wissenschaftliche Nachwuchs ist unser höchstes Gut, dementsprechend liegt uns seine Förderung besonders am Herzen. Jetzt ernten wir, was wir gesät haben“, so Märk, der sich bei den Habilitierten bedankte. „Mit ihrer Habilitation haben sie wesentlich zur Forschungsleistung an unserer Universität beigetragen.“

 

Fakultät für Biologie

Erich Tasser, geboren 1969 in Prettau (Südtirol) studierte von 1988 bis 1994 an der Universität Innsbruck Biologie / Fachrichtung terrestrische und limnische Ökologie. Seit 1995 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der EURAC Bozen, seit 1996 Lehrbeauftragter an der Universität Innsbruck, wo er im Jahr 2000 promovierte. Tasser beschäftigt sich insbesondere mit den ökologischen Folgen des Globalen Wandels im Alpenraum; seine Habilitation widmet sich den ökologischen Folgen von Landnutzungsänderungen.

 
Fakultät für Mathematik, Informatik und Physik

Georg Moser, geboren 1971 in Innsbruck, studierte Informatik an der Technischen Universität Wien, wo er 2001 promovierte. Von 2002 bis 2004 forschte er im Rahmen eines Marie Curie Stipendiums an der Universität Münster. Seit Juni 2004 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe „Computational Logic“ am Institut für Informatik der Universität Innsbruck. In seiner Forschungsarbeit beschäftigt er sich mit  der Komplexitätsanalyse von Termen-Ersetzungssystemen.

 

Barbara Weber wurde 1977 in Innsbruck geboren. Sie studierte an der Universität Innsbruck Betriebswirtschaftslehre und promovierte 2003 im Fachbereich Wirtschaftsinformatik. Seit 2004 arbeitet Barbara Weber am Institut für Informatik der Universität Innsbruck und leitet hier im Arbeitsbereich Quality Engineering einen eigenen Forschungsbereich zur flexiblen IT-Unterstützung von Geschäftsprozessen und Arbeitsabläufen. Im Juni 2009 habilitierte sie sich als erste Frau an der Universität Innsbruck im Fach Informatik.

 

Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik

Serguei Kaniovski, geboren 1976 in Kiew, studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien und promovierte dort im Jahr 2003. Seit 2001 ist  Kaniovski am Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) für den Bereich Ökonomische Modellierung zuständig. Für seine Habilitation forschte er an der Universität Innsbruck. Sein vorrangiges Interesse gilt der Untersuchung von Entscheidungsfindungen in Expertengruppen unter besonderer Berücksichtigung institutioneller Einflüsse.

 

Gerhard Reitschuler wurde 1972 in Innsbruck geboren, wo er Internationale Wirtschaftswissenschaften studierte. 2004 promovierte er an der Universität Innsbruck. Von 2001 bis 2008 war Reitschuler in der Analyseabteilung der Österreichischen Nationalbank als Ökonom tätig, seit Mai 2006 ist er Senior Economist beim Umweltbundesamt in Wien. Im Rahmen seiner Habilitation beschäftigt er sich insbesondere mit den Zusammenhängen zwischen Steuerpolitik, Konjunkturverlauf und Wirtschaftswachstum.

 

Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät

Wolfgang Stadler, geboren 1958 in Linz, studierte Russisch und Englisch, 1983 absolvierte er die Lehramtsprüfung in beiden Fächern. Im Anschluss daran unterrichtete er an mehreren Schulen sowie als Lehrbeauftragter am Institut für Slawistik der Uni Innsbruck, wo er 1997 promovierte. Seine Habilitationsschrift beschäftigt sich mit der Pragmatik des Schweigens am Beispiel des Russischen. Neben seinen Forschungen im Bereich der Russischen Sprachwissenschaft engagiert sich Stadler intensiv im Bereich Fremdsprachendidaktik.

(ef)

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