„Goldene Doktoren“ erneuerten ihr Promotionsversprechen

50 Jahre nach der Promotion fanden sich am 29. Mai Absolventinnen und Absolventen der Universität Innsbruck aus dem Jahr 1959 im Congress ein, um ihr Promotionsversprechen zu erneuern und ihre Studienzeit noch einmal aufleben zu lassen.
Rektor Töchterle konnte im Rahmen des Festaktes auch seinem ehemaligen Lateinlehrer, Dr. Gerhard Rief, gratulieren.
Bild: Rektor Töchterle konnte im Rahmen des Festaktes auch seinem ehemaligen Lateinlehrer, Dr. Gerhard Rief, gratulieren.

Unter den Geehrten befanden sich unter anderem der ehemalige Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck, Dr. Ernst Bodner, Dr. Gerhard Rief,  langjähriger Vizepräsident der VHS Tirol und ehem. Direktor des Akademischen Gymnasiums Innsbruck und die Kunsthistorikerin Dr. Magdalena Hörmann-Weingartner. Dr. Otto Wutzel, der ehemalige Leiter der Presseabteilung des Landes Oberösterreich, konnte im Rahmen des Festaktes bereits sein 60-jähriges Doktorjubiläum feiern.

 

„Neben der Ehrbietung gegenüber den goldenen Doktoren, die der Universität Innsbruck ein Leben lang die Treue halten, feiern wir heute auch die universitäre Tradition“, betonte Rektor Karlheinz Töchterle in seinen Eröffnungsworten. „Die Universität Innsbruck feiert in diesem Jahr ihr 340-jähriges Jubiläum. Der heutige Festakt soll auch ein Ausdruck unseres Wertes dieser Tradition sein“, so Töchterle. Auch der Rektor-Stellvertreter der Medizinischen Universität Innsbruck, Prof. Manfred Dierich, dankte den JubilarInnen für ihre langjährige Verbundenheit und gratulierte ihnen zu ihrer Lebensleistung.

 

Prof. Christian Smekal, Universitätsrat und Alt-Rektor der Universität Innsbruck, betonte in seiner Laudatio auf die Geehrten deren wesentlichen Beitrag zur Entwicklung in den vergangenen 50 Jahren: „Sie alle waren nicht nur Zeugen sondern Akteure dieser Zeit und haben wesentlich an dieser Erfolgsgeschichte mitgewirkt“, so Smekal. Die Dankesworte im Namen der JubilarInnen sprach Dr. Gerhard Rief, langjähriger Direktor am Akademischen Gymnasium in Innsbruck und ehemaliger Lateinlehrer von Rektor Karlheinz Töchterle. 

 

Lebendiges Miteinander der Generationen

Das Goldene Doktorjubiläum wurde nach dem II. Weltkrieg eingeführt, um die Bindung der AbsolventInnen zur Universität Innsbruck aufrecht zu erhalten und ein lebendiges Miteinander der Generationen zu gestalten. Gesetzlich geregelt wurde das Goldene Doktorjubiläum 1955. Anfangs wurden nur AbsolventInnen geladen, die eine direkte Bindung zur Universität aufweisen konnten. Diese Einschränkung wurde jedoch in den 80er Jahren unter dem damaligen Rektor Prof. Rainer Sprung aufgehoben. Alle, die an der Universität Innsbruck promoviert haben, werden seit damals zum Goldenen Doktorjubiläum geladen, um ihren Doktorgrad zu erneuern und eine Urkunde zu erhalten.

(sr)