150 Jahre und „nicht Stiller“

 Die Germanistik feierte am 23. und 24. April ihren 150. Geburtstag. Das zweitägige Jubiläumsprogramm, an dem Lehrende, Studierende, Freunde und AbsolventInnen der Germanistik teilnahmen, bot eine Leistungsschau des Instituts und gab Einblick in die vielfältigen Tätigkeitsbereiche von GermanistInnen.
Der Koordinator der Jubiläumsausstellung, Prof. Sigurd Paul Scheichl, gab Einblick in die Geschichte der Germanistik
Bild: Der Koordinator der Jubiläumsausstellung, Prof. Sigurd Paul Scheichl, gab Einblick in die Geschichte der Germanistik

„Die Germanistik ist ein Fach, das sich engagiert und mitmischt“, erklärte der Leiter des Instituts für Germanistik, Prof. Stefan Neuhaus, auf der Eröffnungspressekonferenz. Dass es sich bei dieser stolzen Selbsteinschätzung nicht um leere Worte handelt, zeigte sich allerspätestens am zweiten Veranstaltungstag, an dem erfolgreiche AbsolventInnen dem Klischee vom „brotlosen“ Germanistikstudium entgegentraten. In hochkarätig besetzten Diskussionsrunden gaben LehrerInnen, BibliotheksmanagerInnen, Zeitungs- und RundfunkjournalistInnen, PR-ExpertInnen sowie VertretreterInnen aus dem Literatur- und Kulturbetrieb Einblick in ihre Tätigkeit und sprachen über mögliche Perspektiven nach dem Germanistikstudium.

 

Hommage an Geschichte und Gegenwart
 

Am Abend zuvor war die Ausstellung „150 Jahre Germanistik“ eröffnet und der Jubiläumsband „Kulturraum Tirol. Literatur – Sprache – Medien“ präsentiert worden: Die Ausstellung dokumentiert die bewegte Geschichte der Germanistik, die mit dem Amtsantritt des ersten Professors, Ignaz Vinzenz Zingerle, im Jahr 1859 beginnt. Sowohl Rektor Karlheinz Töchterle als auch die Dekanin der philologisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät Waltraud Fritsch-Rößler brachten in ihren Festreden ihre tiefe Verbundenheit mit dem Institut zum Ausdruck. Der Jubiläumsband der Germanistischen Reihe widmet sich der Gegenwart und ist eine Bestandsaufnahme der aktuellen Forschungstätigkeit am Institut. Beschlossen wurde der Eröffnungsabend mit dem Vortrag „Was weiß Literatur?“ des Salzburger Professors Karl-Heinz Rossbacher und einem Umtrunk. Beim Büfett wurden Anekdoten aus den vergangenen Jahrzehnten ausgetauscht.

 
Engagierte Studierende

Besonders stark engagierten sich für die Feierlichkeiten auch die Studierenden, wie Jubiläumskoordinator Prof. Sigurd Paul Scheichl mehrmals betonte. Sie haben nicht nur maßgebliche Recherche- und Organisationsarbeiten geleistet, sondern auch eine Sondernummer der Studierendenzeitung „Kaktus“ gestaltet. Unter dem an einen Max-Frisch-Roman angelehnten Motto „Wir sind nicht S/stiller“ wurde am Freitagabend im Treibhaus dann noch richtig Geburtstag gefeiert.

 

(ef)

 

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