Innsbruck und die Alte Welt

Seit April 2008 bilden das Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik, das Institut für Archäologien sowie der Bereich Gräzistik und Latinistik des Instituts für Sprachen und Literaturen der Universität Innsbruck das Zentrum für Alte Kulturen im Atriumhaus am Langen Weg.
Prof. Gerhard Tomedi, Rektor Karlheinz Töchterle, LR Beate Palfrader und Dr. Erwin Koler informierten im Rahmen einer Pressekonferenz über das Zentrum für Alte Kulturen
Bild: Prof. Gerhard Tomedi, Rektor Karlheinz Töchterle, LR Beate Palfrader und Dr. Erwin Koler informierten im Rahmen einer Pressekonferenz über das Zentrum für Alte Kulturen

Die bewusste Zusammenführung der Fächer Altorientalistik, Klassische Philologie, Alte Geschichte, Ur- und Frühgeschichte sowie Klassische Archäologie im Zentrum für Alte Kulturen ermöglicht seitdem nicht nur die Bewahrung der Stärken der einzelnen Fächer sondern eröffnet auch die Möglichkeit, durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und Impulse der internationalen scientific community ein spezielles Innsbrucker Profil in diesem Bereich zu entwickeln.  „Neben den wissenschaftlichen Vorteilen wollen wir dieses Zentrum auch nutzen, um die Alten Kulturen und ihren Nutzen für die Gesellschaft wieder stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern“, betonte Rektor Karlheinz Töchterle im Rahmen einer Pressekonferenz. Auch die Bildungs- und Kulturlandesrätin von Tirol, Dr. Beate Palfrader, unterstrich die Bedeutung der im Zentrum für Alte Kulturen angesiedelten Fächer. „Die Alte Welt ist moderner denn je und dies gilt es, der Bevölkerung noch bewusster zu machen“, so Palfrader. „Das Land Tirol ist gerne bereit, hier unterstützend mitzuwirken und seinen Beitrag zu leisten.“

 

Publikumsveranstaltung

Um der Bevölkerung einen Einblick zu ermöglichen, laden die WissenschaftlerInnen des Zentrums für Alte Kulturen vom 12. bis zum 14. März alle Interessierten herzlich ein, das breite Spektrum an Forschung und Lehre kennenzulernen. Die BesucherInnen erwartet ein buntes Programm für Jung und Alt: So finden neben Vorträgen und Präsentationen zu aktuellen Forschungsfeldern und Museumsführungen auch eine historische Modenschau von der Urzeit bis ins Mittelalter sowie ein mittelalterlicher Schwertkampf statt. Kostproben aus der antiken Küche Roms, experimentelle Versuche mit Feuersteinen, Töpfern, Spinnen und Weben am vorgeschichtlichen Webstuhl runden das breite Angebot ab. Im Rahmen des Programms wird auch Raoul Schrott aus seiner neuen Übertragung der Ilias lesen (13. März). Das detaillierte Programm finden Sie hier.  

 
Impulszentrum für die Forschung

Eine Reihe von großen und kleineren drittmittelfinanzierten Forschungsprojekten zeigt bereits das große Potenzial, das durch die Zusammenführung der verschiedenen Fachbereiche im Zentrum für Alte Kulte entstanden ist. Für die Zukunft wollen die WissenschaftlerInnen im Zentrum für Alte Kulturen die neuen räumlichen Gegebenheiten verstärkt nützen, um durch gezielte Veranstaltung von Tagungen, Workshops und Kongressen dem Anspruch gerecht zu werden, ein Impulszentrum im internationalen Kontext zu sein.

 

Optimale Infrastruktur

Neben der räumlichen Nähe, die eine verstärkte interdisziplinäre Forschung unterstützt, profitieren die im Zentrum für Alte Kulturen angesiedelten Fachgebiete von der Bibliothek, die als integraler Bestandteil des Hauses eine hervorragende Arbeitsqualität ermöglicht. Auch das im Haus integrierte Museum ist mit Repliken und Abgüssen antiker Kunstwerke und Inschriften nicht nur für die Archäologie von Bedeutung, sondern bereichert auch die Lehre in den Fächern Klassische Philologie und Alte Geschichte.

(sr)