Habilitationsfeier an der Uni Innsbruck

Am 12. Juni lud die Universität Innsbruck zur Habilitationsfeier, in der Rektor Karlheinz Töchterle die Lehrbefugnis an vier WissenschaftlerInnen überreichen konnte. Die Habilitation ist der höchste akademische Abschluss, für den herausragende Leistungen in wissenschaftlicher Forschung und universitärer Lehre nachgewiesen werden müssen.
Rektor Karlheinz Töchterle konnte am 12. Juni die Lehrbefugnis an vier WissenschaftlerInnen überreichen.
Bild: Rektor Karlheinz Töchterle konnte am 12. Juni die Lehrbefugnis an vier WissenschaftlerInnen überreichen.

„Mit ihrer Habilitation haben Sie die höchste Stufe der akademischen Karriere  erreicht, die man aus eigener Kraft erreichen kann“, begrüßte Rektor Töchterle die vier neuen DozentInnen. „Mit der venia docendi erhalten sie die Befähigung ihr Fach selbstständig und völlig frei zu lehren.“ Dies stelle, so Töchterle, sowohl einen Qualitätsnachweis aber auch einen Vertrauensbeweis der akademischen Gesellschaft dar.

 

Prof. Tilmann Märk, Vizerektor für Forschung dankte den HabilitandInnen dafür, dass sie die Universität Innsbruck als ihre „Lehr- und Meisterstätte“ gewählt haben und gab ihnen ein Zitat Gerhard Hauptmanns mit auf den Weg: „Sobald jemand in einer Sache Meister geworden ist, sollte er in einer anderen wieder Schüler werden.“

 

Die Habilitierten

Dr. Reinhard Kaindl wurde 1966 in Graz geboren und studierte Erdwissenschaften an der Universität Graz. Bevor Kaindl 2004 als Forschungsassistent im Christian Doppler Labor Hard Coatings am Institut für Mineralogie und Petrographie an die  Universität Innsbruck kam, war er an der Uni Graz tätig.  Seit 2007 ist Kaindl Forschungsassistent am Institut für Mineralogie und Petrographie, wo für die Anschaffung, den Aufbau, Betrieb und die Wartung eines Mikro-Ramanspektometers zuständig war. Mit der Ramanspektometrie beschäftigte er sich auch in seiner Habilitationsschrift.

 

Dr. Thomas Lörting wurde 1973 geboren, studierte Chemie an der Universität Innsbruck und promovierte im Jahr 2000 mit Auszeichnung. Von 2001 bis 2003 war er als PostDoc am Massachusetts Institute of Technology tätig. Dort arbeitete er im Labor des Nobelpreisträgers Prof. Mario J. Molina an der Chlor-Eis-Wechselwirkung und der Entwicklung von neuen Theorien zur Quantifizierung des Ozonabbaus. 2004 kehrte er an die Universität Innsbruck zurück und wirkt seither als Assistenzprofessor am Institut für Physikalische Chemie. 2008 erhielt Lörting den FWF-START-Preis und den Starting Grant des European Research Council. Seine Forschungen beschäftigen sich mit den abnormen Eigenschaften von Wasser.

 

 

Dr. Kornelia Rappe-Giesecke wurde 1954 in Katlenburg/ Deutschland geboren. Sie absolvierte das Lehramtsstudium in den Fächern Gesellschaftslehre und Germanistik an der Universität Kassel, wo sie 1985 promovierte. Nach ihrer Supervisionsausbildung war Rappe-Giesecke als freiberufliche Supervisorin und Organisationsberaterin sowie als Herausgeberin und Redakteurin der Zeitschrift Supervision tätig und konzeptionierte und leitete mehrere berufsbegleitende Weiterbildungslehregänge. Von 2003 bis 2006 war Rappe-Giesecke Studiendekanin der Ev. Fachhochschule für die Weiterbildungsstudiengänge Supervision und Management. In ihrer Habilitationsschrift befasst sich Kornelia Rappe-Giesecke mit der Triadischen Karriereberatung.

 

 

Dr. Edith Seifert war nach ihrem Studium der Romanistik als Verlagsredakteurin für Kunstpädagogik tätig. Im Anschluss lehrte sie fünf Jahre als Dozentin am Goethe-Institut und absolvierte parallel dazu eine Ausbildung zur Psychoanalytikerin. Seit 1990 hat sie an verschiedenen Forschungsprojekten mitgearbeitet und hatte durchgehend Lehraufträge am Innsbrucker Institut für Erziehungswissenschaften. Ihre Habilitationsschrift hat den Titel: „Der rätselhafte Sprung. Psychoanalyse und Neurowissenschaften im Vergleich.“

 

(sr)