Universitäts- und Landesbibliothek erwirbt elektronisches Zeitschriftenarchiv

Die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol hat als erste Universitätsbibliothek in Österreich das elektronische Archiv für wissenschaftliche Zeitschriften - JSTOR – in vollem Umfang angekauft. Ab sofort kann aus dem IP-Adressbereich der Universität Innsbruck auf die gesamte JSTOR Collection zugegriffen werden.
Die Universitäts- und Landesbibliothek hat das elektronisches Zeitschriftenarchiv JSTOR angekauft.
Bild: Die Universitäts- und Landesbibliothek hat das elektronisches Zeitschriftenarchiv JSTOR angekauft.

Damit reagierte die Bibliotheksleitung auf einen lang gehegten Wunsch von WissenschaftlerIinnen zahlreicher Fächer.

 

Über JSTOR

JSTOR (Journal STORage) ist ein elektronisches Archiv für wissenschaftliche Zeitschriften aus verschiedenen Fachbereichen; der Schwerpunkt liegt auf geistes-, natur- und sozialwissenschaftlichen Publikationen. Es beinhaltet derzeit 1.108 Zeitschriften in elektronischer Form. Die gescannten Zeitschriften liegen als Volltext und Vollbild im PDF, TIFF oder Postscript-Format vor. Insgesamt enthält die Datenbank derzeit ca. 3,9 Millionen Aufsätze im Volltext. Diese Anzahl wird permanent ausgebaut.

Ursprünglich als ein Projekt von The Andrew W. Mellon Foundation ins Leben gerufen, begann JSTOR als eine Initiative, die zunehmenden Probleme zu mildern, denen sich Bibliotheken bei ihren Bemühungen gegenüber sehen, genügend Regalplatz für die zahlreichen zurückliegenden Ausgaben von wissenschaftlichen Zeitschriften bereitzustellen.


Das JSTOR-Projekt zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Zeitschriften bis zu den Anfängen retrospektiv digitalisiert wurden, das heißt ab Band 1 digital zur Verfügung stehen. Dafür wird zu den aktuellen Jahrgängen eine sogenannte "moving wall" von drei bis fünf Jahren eingehalten, das heißt die jeweils aktuellsten Jahrgänge sind bei JSTOR nicht zugänglich.

 

Recherchemöglichkeiten in JSTOR

Über den Link Search wird zunächst die JSTOR Basic Search aufgerufen, eine einfache Suchmaske. Von hier kann in die Expertensuche mit Verknüpfungsmöglichkeiten durch Operatoren verzweigt werden. Über den Article Locator kann man nach einzelnen Zeitschriften suchen.

Der Ankauf der Datenbank hat auch noch einen weiteren Vorteil: damit können zukünftig langdauernde bzw. kostenaufwändige Fernleihebestellungen über die Bibliothek bzw. Dokumentenlieferdienste eingespart werden.

 

Text: Monika Schneider/ berabeitet von Susanne Röck