Habilitationsfeier an der Uni Innsbruck

Am Dienstag, 9. Oktober, wurde im Saal University of New Orleans die Venia Docendi zum ersten Mal von Rektor Karlheinz Töchterle im Rahmen der Habilitationsfeier feierlich verliehen. Für die Habilitanden stellte diese Feier den Abschluss des umfangreichen akademischen Prüfungsverfahrens dar.
Am 9. Oktober fand an der Uni Innsbruck eine Habilitationsfeier statt
Bild: Am 9. Oktober fand an der Uni Innsbruck eine Habilitationsfeier statt

In seiner Begrüßung zeigte sich der Rektor sehr erfreut, dass sich sieben Personen dieser Herausforderung gestellt hatten und somit einen wesentlichen Schritt in ihrer wissenschaftlichen Karriere wagten. Des Weiteren betonte er, dass das Ritual mehr als angemessen ist und man stolz auf diese universitäre Tradition sein kann.

 

Stark vertreten – Sechs von 15 Fakultäten

Gewürdigt wurden Dr. Hans-Peter Schröcker (Fakultät für Bauingenieurwissenschaften), Dr. Richard Weiskopf, Dr. Martin Piber (beide Fakultät für Betriebswirtschaft), Dr. Judith Maria Rollinger (Fakultät für Chemie und Pharmazie), Dr. Karin Liebhart (Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie), Dr. Markus Gasser (Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät) und Dr. Gerald Grabherr (Philosophisch-Historische Fakultät).

 

Pharmakognosie

Im Rahmen des Habilitationsverfahrens von Dr. Judith Maria Rollinger im Fachbereich Pharmakognosie durften die Kommission und interessierte Zuhörer einen Vortrag zum Thema „Die Suche nach bioaktiven Naturstoffen – Konzepte und deren praktische Umsetzung“ genießen, bei dem die gebürtige Bludescherin ihre wissenschaftliche Qualifikation und didaktischen Fähigkeiten unter Beweis stellte. Der Laudator, Dekan Andreas Bernkop-Schnürch, hob in seiner Lobrede neben den zahlreichen Preisen und Auszeichnungen besonders die Fähigkeit von Dr. Rollinger hervor, Familie und wissenschaftliche Karriere zu vereinen.

 

Die Sprengung der platonischen Höhle

Die Habilitationsschrift von Dr. Markus Gasser mit dem Titel „Die Sprengung der platonischen Höhle“ handelt davon, wie der groteske, phantastische Roman eigene Welten erfindet und die Höhle Platons sprengt und wie es den Realisten gelingt, wirklichkeitsnahe zu erscheinen.

 

In ihren Dankesworten im Namen der Habilitierten stellte Dr. Rollinger einen interessanten Vergleich an. Die Danksagungen an die verdienten und an dem Erfolg beteiligten Personen und Gruppen wie Familie, Freunde, Kollegen und viele mehr wurden von ihr als Schubladen dargestellt, von denen jede geöffnet und mit speziell abgestimmtem Dank gefüllt wurde. Die Schubladen befanden sich in einer Kommode, die die beteiligten Institutionen darstellte und somit auch mit Dank gefüllt war und überdies noch den notwendigen Rahmen für die erbrachte Leistung darstellte.

 

Zum Abschluss wünschte sich Rektor Töchterle, dass die Zukunft möglichst vieler der Habilitierten in Innsbruck sein werde, da sie eine Bereicherung für die Universität darstellen. Er zeigte aber auch Verständnis, falls dies nicht der Fall sein werde, denn „Spitzenleute sind international begehrt“.