ÖAD-Präsident Ebenbauer unerwartet verstorben

Prof. Alfred Ebenbauer, Präsident des Österreichischen Austauschdienstes (ÖAD) und langjähriger Rektor der Universität Wien, ist im Alter von 62 Jahren unerwartet verstorben. Auch die Universität Innsbruck verliert mit ihm einen Freund und Unterstützer.
Prof. Alfred Ebenbauer
Bild: Prof. Alfred Ebenbauer

Der Altgermanist Prof. Alfred Ebenbauer war seit 1997 Präsident des ÖAD und hat unter großem persönlichem Einsatz die Aktivitäten und den Ausbau des ÖAD in einer nicht leichten Übergangszeit vorangetrieben. Die Geschicke der Universität Innsbruck lagen ihm nicht nur als ÖAD-Präsident, sondern auch als persönlicher Freund stets besonders am Herzen.
[siehe Nachruf von Prof. Erich Thöni]

 
Germanistikprofessor, Dekan, Rektor

Alfred Ebenbauer wurde am 13. Oktober 1945 in St. Michael in der Obersteiermark geboren. Nach Matura mit Auszeichnung schloss er sein Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Wien 1970 mit einer Promotion sub auspiciis Praesidentis ab. Im selben Jahr wurde er Assistent am Institut für Germanistik in Wien. Nach Lehraufträgen in Innsbruck und Heidelberg berief man ihn 1981 zum ordentlichen Professor an die Universität Wien. Von 1987 bis 1990 fungierte Prof. Ebenbauer als Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät und anschließend als Rektor der Universität Wien (1990-1998). Von 1991 bis 1993 war er Präsident der Österreichischen Rektorenkonferenz.
Seine Vorliebe für universitäre Traditionen bewies er gleich mit seiner ersten Amtshandlung, der Wiedereinführung der Inauguration, die nach den Studentenprotesten im Jahr 1968 an der Uni Wien abgeschafft worden war.

 

Internationale Kooperationen und Universitätsreform

 

Als Rektor forcierte Alfred Ebenbauer die internationalen Partnerschaften der Universität Wien. In die Zeit seines Rektorats fällt die Beteiligung der Universität Wien am ERASMUS-Programm ab 1992/93. Ab 1996/97 gab es den Institutionellen Vertrag unter SOKRATES, der auch die ERASMUS-Aktivitäten umfasste. Im Jahr 1997 wurde er zum Präsident des Österreichischen Austauschdienstes (ÖAD) bestellt und 2000, 2003 und 2006 auf drei Jahre wiedergewählt.
Prof. Ebenbauer galt auch als Wegbereiter der Universitätsreform, der wesentlich den Übergang zum UOG 1993 mitgestaltete. Für seine Verdienste um das österreichische Bildungs- und Universitätssystem wurde er am 11. April dieses Jahres mit dem Großen Ehrenzeichen der Republik Österreich gewürdigt.

 

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