Universität Innsbruck lud zur Habilitationsfeier

Die Habilitation ist die höchste akademische Prüfung – mit ihr weisen die HabilitandInnen ihre besondere Befähigung zu selbstständiger und wissenschaftlicher Forschung nach und erlangen so die Lehrbefugnis für ein wissenschaftliches Fach. Am 29.6.2007 lud die Universität Innsbruck zur Habilitationsfeier, um die großartigen Leistungen von fünf angehenden ProfessorInnen anzuerkennen.
Habilfeier Juni 07
Bild: Bei der Habilitationsfeier am 29. Juni erhielten fünf WissenschaftlerInnen die Lehrbefugnis für ihr Fach.
Höchster wissenschaftlicher Grad

Entscheidende Voraussetzung für die Habilitation ist neben der Probevorlesung die positive Beurteilung der vorgelegten wissenschaftlichen Arbeit. Im deutschsprachigen Raum ist die Habilitation normalerweise Voraussetzung für einen Ruf als ProfessorIn an eine Hochschule und somit der höchste wissenschaftliche Grad. „Sie haben mit Ihrer wissenschaftlichen Leistung den Nachweis erbracht, dass Sie Ihr Fach in voller Breite in Forschung und Lehre vertreten können. Sie motivieren und bilden den wissenschaftlichen Nachwuchs in optimaler Weise aus und führen ihn in die „scientific community“ ein“, würdigte Rektor Manfried Gantner die herausragende Leistung der WissenschafterInnen im Rahmen der Habilitationsfeier am 29. Juni.
Folgende fünf ForscherInnen haben die Lehrbefugnis erhalten: Dr. Christian Zidorn, Dr. Andrea Hemetsberger, Dr. Bernd Elmar Koziel, Dr. Alexander Kendl und Dr. Andreas Holzinger.

 

Dr. Christian Zidorn:

 

Dr. Christian Zidorn wurde 1968 in Aachen geboren und studierte in der Zeit von 1989-1994 Pharmazie an der Universität Düsseldorf. Sein Doktoratsstudium belegte er in Innsbruck, wo er 1998 promovierte. Im Jahr 2003 wurde ihm die Lehrbefugnis für das Fach Pharmakognosie erteilt. Dr. Christian Zidorn habilitierte sich im Fach Botanik mit einer Habilitationsschrift zum Thema „Floristische, phytochemische und systematische Studien an höheren Pflanzen unter besonderer Berücksichtigung der Familie der Asteraceae“.

 

Dr. Andrea Hemetsberger:

 

Ihre Habilitationsschrift verfasste Dr. Andrea Hemetsberger zum Thema „Understanding Consumers’ Collective Action on the Internet – A Conceptualization and Empirical Investigation of the Free- and Open-Source Movement“. Geboren wurde sie 1963 in Steyr und studierte in der Zeit von 1981-1982 Anglistik und Geschichte an der Universität Salzburg. Weiters schloss sie 1985 die Pädak in Innsbruck ab und von 1985-1989 studierte sie Betriebswirtschaftslehre an der Universität Innsbruck, wo sie 1997 promovierte. Seit 2007 ist Dr. Hemetsberger am Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus tätig.

 

Dr. Bernd Elmar Koziel

 

Dr. Bernd Elmar Koziel wurde 1966 in Ansbach, Deutschland, geboren. Er studierte beginnend mit 1985 Katholische Theologie, zunächst an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, dann an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und schließlich an der Universität Innsbruck. 1991 wurde er in Bamberg zum Diakon, 1992 zum Priester geweiht. Anschließend zog es ihn wieder nach Innsbruck, wo er das Doktoratsstudium in Katholischer Theologie und das Studium der Philosophie absolvierte. Im Mai 2007 habilitierte er für das Fach „Dogmatische und Ökumenische Theologie“.

 

Dr. Alexander Kendl

 

Die Interessens- und Forschungsbereiche von Dr. Alexander Kendl liegen unter anderem im Bereich der Theoretischen Plasmaphysik, der Fusionsforschung und der Computational Physics. In seiner Habilitationsschrift widmete er sich der „Plasmaturbulenz in komplexen Magnetfeldstrukturen“. Dr. Kendl wurde in Schrobenhausen, Deutschland, geboren und studierte in der Zeit von 1991-1996 Physik an der Universität Augsburg und der TU München. Von 2003-2005 war er Marie-Curie Stipendiat am Institut für Theoretische Physik der Universität Innsbruck, dort ist er auch Lehrbeauftragter seit 2004.

 

Dr. Andreas Holzinger

 

Dr. Andreas Holzinger wurde 1969 in Zell am See geboren und studierte von 1987-1992 Biologie und Botanik an der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Dort belegte er auch das Doktoratsstudium (1992-1995). Von 1995-2002 war er als Forschungsassistent in verschiedenen FWF-Projekten tätig. Seit 2002 arbeitet er am Institut für Botanik an der Universität Innsbruck. Seine Habilitationsvortrag handelte von der „Bedeutung des Cytoskeletts für die Zellform und Organellorganisation in Algen und Höheren Pflanzen“.

 

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