Prof. Alexander Siedschlag mit 25.5. fristlos entlassen

Nachdem die gegen Professor Alexander Siedschlag erhobenen Vorwürfe von mehreren Seiten bestätigt wurden, entschloss sich das Rektorat vergangenen Freitag, den Stiftungsprofessor fristlos zu entlassen. Für Studierende und MitarbeiterInnen ergeben sich bis zur Nachbesetzung keine Beeinträchtigungen.
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Bild: Prof. Alexander Siedschlag

Nach der erfolgten Dienstfreistellung am 18. Mai haben Untersuchungen des Rektorats den Verdacht unterschiedlicher Verfehlungen in der MitarbeiterInnenführung durch Prof. Alexander Siedschlag bestätigt. Es liegen neun belastende Aussagen von ehemaligen MitarbeiterInnen vor. Am 24.5. – während seiner Dienstfreistellung – leistete sich Prof. Siedschlag darüber hinaus im Rahmen einer Universitätsveranstaltung einen fragwürdigen Auftritt, der dringenden Handlungsbedarf des Rektorats erforderte. "Im Interesse der Sicherheit der MitarbeiterInnen und des öffentlichen Ansehens der Universität Innsbruck musste vergangenen Freitag die Entlassung ausgesprochen werden", erklärt Vizerektor Martin Wieser.

 

Prof. Alexander Siedschlag hat im Jahr 2004 seine Tätigkeit in Innsbruck aufgenommen. Seine Amtszeit war von mehreren Konflikten vor allem mit seiner Stammfakultät geprägt, die von medialen Rundumschlägen von Siedschlag begleitet wurden. "Sein derzeitiger Medienfeldzug und seine Rektorskandidatur als Ablenkungsmanöver von den eigentlichen Problemen an seiner Professur schaden dem Stifter, der Universität Innsbruck und nicht zuletzt ihm selbst", so Wieser abschließend.

 

Die Universität wird die Stiftungsprofessur unter Einbeziehung des Bundesministeriums für Landesverteidigung schnellstmöglich nachbesetzen. Die Interessen der Studierenden sind von der Entlassung von Prof. Siedschlag nicht betroffen. Der Lehrbetrieb wurde gesichert. Die MitarbeiterInnen der Stiftungsprofessur wurden bis auf Weiteres dem Dekan der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie, Fritz Plasser, dienstzugeteilt.