Das Italien-Zentrum startet mit neuem Programm ins Wintersemester

Ein Jahr ist vergangen, seit das Italien-Zentrum der LFU sein erstes Programm vorgelegt hat. Ein Jahr intensiver Tätigkeit ist daraufhin gefolgt, und die daraus gewonnenen Erfahrungen und das interessierte Publikum motivierten zur erneuten Gestaltung eines durch Forschung, Lehre und Kultur geprägten Programms für das Wintersemester 2006/2007.
Italien-Zentrum Veranstaltungsprogramm Wintersemester 2006/2007
Bild: Italien-Zentrum Veranstaltungsprogramm Wintersemester 2006/2007

Das letztjährige Wintersemester stand im Zeichen von Italien & Europa. „In der kommenden Saison, die am 4. Oktober ihren Anfang nimmt, werden wir den Blick gezielt nach Italien wenden und die Poebene genauer unter die Lupe nehmen“, so Vizerektor Tilmann Märk, Leiter der Koordinationsstelle für Länderschwerpunkte. Eine Vortragsreihe soll Gelegenheit geben, die verschiedenen Gesichter und Aspekte dieser bedeutenden italienischen Landschaft hervorzuheben und in bestimmten Bereichen zu vertiefen. Zudem besteht die Möglichkeit mit den zahlreichen Referenten unterschiedlicher Fachbereiche italienischer Universitäten in Kontakt zu treten.

Ein weiterer Fokus wird auf den Süden Italiens gelegt, und zwar beleuchtet die Architektur gemeinsam mit verwandten Disziplinen die Stadt Matera – UNESCO Weltkulturerbe in der Region Basilicata – und das Phänomen der bis ins letzte Detail ausgeklügelten Symbiose zwischen Landschaft – Mensch – Raum von der Jungsteinzeit bis heute.

„Unsere Rubrik ‚ProtagonistInnen der italienischen Kultur & Politik’ findet mit Stefano Dambruoso ihre Fortsetzung, und es freut uns sehr,“ – so Dr. Barbara Tasser, Leiterin des Italien-Zentrums – „dass es gelungen ist, den italienischen Staatsanwalt, der zu den namhaftesten Experten im Kampf gegen den internationalen Terrorismus zählt, als Referenten über ‚Strategien für ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Menschenrechten’ zu verpflichten“.

Nach der überaus positiven Resonanz, die das interkulturelle Seminar zur Erlangung eines „Führerscheins zum richtigen Umgang mit italienischen Geschäftspartnern und Kunden“ vergangenen Jänner gehabt hat, wird im Rahmen des neuen Programms eine leicht veränderte Neuauflage geboten, mit dem Schwerpunkt „beruflicher Alltag in Italien“, bei dem Kompetenzen für den interkulturellen Arbeitsalltag vermittelt und erprobt werden.

Um die Erleichterung von Sprachbarrieren im täglichen Berufsleben zu gewährleisten, ist das Italien-Zentrum erstmals eine Kooperation mit ISI, dem Internationalen Sprachenzentrum der LFU eingegangen. Ein intensiver Konversationskurs mit dem Titel „Italiano al telefono“ wird angeboten, denn wie aus einer Studie von 2006 des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) hervorgeht, ist „die mündliche Kommunikation bedeutend wichtiger als das Verfassen von Texten. In 70 % der Unternehmen müssen Mitarbeiter ‚(sehr) häufig’ mit ausländischen Kunden, Lieferanten oder Partnerfirmen entweder in direkten persönlichen Kontakt treten oder mit ihnen telefonieren“.

Im Rahmen der diesjährigen „Settimana della lingua italiana“ (Woche der italienischen Sprache), die vom Italienischen Außenministerium im Oktober mittlerweile zum sechsten Mal organisiert wird, freut sich das Team des Italien-Zentrums auf die vom Italienischen Kulturinstitut Innsbruck angeregte Kooperation. Eine Ausstellung in „Kunst im Gang“ an der Theologischen Fakultät, die der italienischen Künstlerin Giancarla Frare und ihrem Werkzyklus zu Gedichten Georg Trakls gewidmet ist, stellt dabei nur einen der Höhepunkte dar.

Zu den wichtigsten Partnern und Sponsoren des Italien-Zentrums gehören die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, das Land Tirol, die Wirtschaftskammer Tirol, die Hypo Tirol Bank AG und das Italienische Kulturinstitut Innsbruck, ohne deren wertvolle Unterstützung die Gestaltung und Umsetzung der Aktivitäten des Italien-Zentrums undenkbar wären, und denen die Verantwortlichen der Einrichtung sehr zu Dank verpflichtet sind.

 

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