Universitätsrat wählt Prof. Margret Friedrich zur neuen Vizerektorin für Lehre und Studierende

In der gestrigen Sitzung des Universitätsrates der LFU Innsbruck wurde der Vorschlag des Rektors zur Bestellung von Frau A.Univ.-Prof. Dr. Margret Friedrich zur Vizerektorin für Lehre und Studierende einstimmig angenommen. Sie wird am 1. Oktober 2006 ihre Arbeit aufnehmen. Der Universitätsrat hat zudem die Vorgehensweise des Rektorats in der Causa Prof. W. bestätigt.
Prof. Margret Friedrich
Bild: Prof. Margret Friedrich
Stellungnahme des Universitätsrates:

Für den Universitätsrat ist Prof. Margret Friedrich als Fakultätsstudienleiterin mit der Umstellung der Studien gemäß der Bologna-Deklaration mit Ihrer neuen Aufgabe bestens vertraut. Sie hat zudem mit Ihren bisher erbrachten Leistungen als Lehr- und Forschungspersönlichkeit überzeugen können. Der Universitätsrat hat sich daher dem Vorschlag des Rektors angeschlossen und Prof. Friedrich heute zur neuen Vizerektorin für Lehre und Studierende bestellt.

Die Stiftungsprofessur „Beschichtungstechnik und Beschichtungsmaterialien“ hat sich zu einem außergewöhnlichen, internationalen Spionagefall entwickelt. Dieser Fall hätte sich auch an anderen internationalen Top-Universitäten ereignen können. Das Rektorat trifft hier kein Verschulden. Die Berufung erfolgte gemäß den gesetzlichen Vorgaben und auf Vorschlag von renommierten Professoren. Prof. W. kann auf 105 einschlägige Publikationen verweisen und er war daher für diese Stelle wissenschaftlich qualifiziert. Die Finanzierung erfolgte über die Stiftung „CTC Coating Technologies“, die von einem Vorstandsmitglied der Liechtensteinischen Rechtsanwaltskammer vertreten wurde. Es gab daher auch keine Veranlassung, den Financier eingehender zu prüfen. Die Entlassung von Prof. W. war eine richtige Entscheidung des Rektorats. Wir werden damit aber nicht zur Tagesordnung übergehen, sondern den Fall sorgfältig prüfen und uns künftige Sicherheitsmechanismen zur Kontrolle unserer Geldgeber überlegen. Drittmittel sind für eine moderne Universität von essentieller Bedeutung und erhöhen die Einbindung der Universität in die Gesellschaft. Das Rektorat soll daher die Suche nach alternativen Finanzierungsquellen fortsetzen.