Neubau Chemie vorgestellt

Mit dem größten Bauprojekt Österreichs im Bereich Bildung werden im Neubau Chemie / Pharmazie und Theoretische Medizin die Naturwissenschaften der LFU Innsbruck und die Forschergruppen der Medizinischen Universität Innsbruck am Innrain 80/82 zusammengeführt.
In diesem Entwurf steht der Mensch im Mittelpunkt.
Bild: In diesem Entwurf steht der Mensch im Mittelpunkt.

Der von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) EU-weit ausgelobte Wettbewerb zur Errichtung von Labor-, Forschungs-, Büro- und Unterrichtsräumlichkeiten für die beiden Innsbrucker Universitäten - Leopold Franzens Universität (LFU) und Medizinische Universität - ist entschieden. Sieger ist die Innsbrucker „Architekturwerkstatt DIN A4 ZT GmbH“. „Damit fällt der Startschuss zur Umsetzung des vergangenen Herbst seitens der Bundesregierung beschlossenen Generalsanierungspaketes der Universitäten in Tirol“, so Christoph Stadlhuber, Geschäftsführer der BIG.

 

Stamm-Uni und Medizin wieder vereint

 

Neben der Funktionalität und Ästhetik des geplanten Neubaus betonten die beiden Rektoren Manfried Gantner und Clemens Sorg die Symbolkraft des gemeinsamen Bauvorhabens: „Mit der Verbindung der Naturwissenschaften und der Medizin an einem Standort ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Der Wissenstransfer und der Gedankenaustausch zwischen den renommierten wie aufstrebenden WissenschafterInnen ist somit gewährleistet“, erklären die beiden Rektoren. Die hohe wissenschaftliche Kompetenz könne unter diesen Rahmenbedingungen weiter ausgebaut werden.

 

Impuls für die Stadtplanung

 

Für LR Erwin Koler bedeutet der Neubau eine Bestätigung des Schwerpunktes „Bildung in Tirol“. Dieser soll in der Region konzentriert weiterentwickelt werden und er stellt einen wesentlichen Bestandteil der Marke Tirol dar.  Die Stadt Innsbruck erhofft sich eine Neubelebung des Areals am Inn: „Für diese Fläche Innrain 80/82 besteht schon lange Handlungsbedarf. Dieses Projekt ist ein sehr guter Impuls für die Stadtplanung in Innsbruck“, freut sich Mag. Christine Oppitz-Plörer, Innsbrucker Stadträtin für Bildung.

 

Innsbrucker Architekten setzten sich durch

 

Mit den Architekten von DIN A4 konnte sich ein Innsbrucker Büro im internationalen Wettbewerb unter 77 eingereichten Projekten behaupten. Conrad Messner, Markus Prackwieser und Othmar Zobl haben die neunköpfige Jury u.a. mit den beiden Rektoren, VertreterInnen der BIG und der Stadt Innsbruck überzeugt: „In unserem Entwurf steht der Mensch im Mittelpunkt. Wir wollen dieses Projekt in den nächsten drei Jahren gemeinsam mit der Bundesimmobiliengesellschaft im Interesse der Universitäten zügig und kosteneffizient umsetzen“, versichert Zobl.

 

Wie im iPoint am 24. April berichtet, ist der Neubau am Innrain mit 18.500 Quadratmetern und über 65 Millionen Euro Errichtungskosten das größte Bauvorhaben in der heimischen Hochschullandschaft. Es ist mit der Universitätsbibliothek neu (UBI-NEU) und der Neustrukturierung an der Technik ein Teil der Bauoffensive der Universitätsleitung. Bis Sommer 2007 wird für eine Unterbringung der MitarbeiterInnen am Innrain 80/82 gesorgt. Im Herbst 2007 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Eine Nachnutzung des jetzigen Chemiegebäudes ist noch offen.