Der GEIWI-Turm lebt

Aufgrund des schnellen Eingreifens der Abteilung für Gebäude und Infrastruktur sowie der Fakultäten Servicestelle konnten weitere Einschränkungen bei der Nutzung des GEIWI-Turms verhindert werden. Der Lehrbetrieb war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
v.l. Ing. Hubert Vallazza, Sicherheitsfachkraft der LFU Innsbruck, und Dr. Ing. Robert Christanell, Arbeitsinspektorat Innsbruck
Bild: v.l. Ing. Hubert Vallazza, Sicherheitsfachkraft der LFU Innsbruck, und Dr. Ing. Robert Christanell, Arbeitsinspektorat Innsbruck, prüfen gemeinsam die Höhe des Stiegengeländers. Es wird auf 1 Meter erhöht.

„Wir danken allen Beteiligten und Betroffenen für Ihre Geduld und Ihr Verständnis. Die Maßnahmen, die gesetzt wurden, waren notwendig. Wir sind unseren Verpflichtungen als verantwortungsvoller Arbeitgeber und Mieter nachgekommen“, erklärt HR Dr. Martin Wieser, Vizerektor für Personal und Infrastruktur.

 

Die baulichen Sorgen teilt die LFU Innsbruck mit allen anderen österreichischen Universitäten. Das Rektorat hat daher in der Rektorenkonferenz diese Problematik auf die Agenda der Bundespolitik gesetzt und wiederholt auf die Gebäudesituation der LFU Innsbruck hingewiesen: „Die Rektoren sind mit Inkrafttreten des neuen Universitätsgesetzes am 1. Januar 2004 für diese zum Teil sanierungsbedürftigen bis desolaten Gebäude voll verantwortlich und haftbar, ohne dass sie die Mittel erhalten hätten, um sie zu sanieren“, so Gantner: „Wir wollen die Verantwortung für die Gebäude der Universitäten gerne übernehmen, aber zuvor sollten sie saniert und den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen. Es liegt nun in der Aufgabe des Eigentümers die vielfach von der Universität Innsbruck aufgezeigten Mängel zu beseitigen“, fordert Gantner: „Die Sicherheit von MitarbeiterInnen und Studierenden hat für das Rektorat oberste Priorität. Wenn Gebäude nicht mehr für Forschung und Lehre genutzt werden, ist das nicht akzeptabel.“

 

Die Sofortmaßnahmen in der Übersicht

 

Es mussten die Brandlasten (z.B. Kopierer, Anschlagtafeln) an exponierten Stellen im Gebäude entfernt werden.

 

Die Kapazitätsgrenzen für alle Seminarräume und Hörsäle mussten neu festgelegt werden. Alle Räumlichkeiten für die Lehre wurden am vergangenen Wochenende den gesetzlichen Auflagen entsprechend mit der höchstzulässigen HörerInnenzahl gekennzeichnet. Die Bestuhlung wurde auf das erlaubte Maß reduziert.

 

Sechs Seminarräume können aufgrund der Beschränkung der Belegungskapazitäten in den Stockwerken nicht mehr für den Lehrbetrieb eingesetzt werden. Die Seminarräume werden nun einer anderen Verwendung zugeführt. Es wird angedacht, die Kopierer und Anschlagtafeln in diesen Räumen unterzubringen bzw. neue Aufenthaltsräume zu schaffen.

 

Neun Seminarräume müssen bis auf weiteres auch bei Lehrbetrieb offen gehalten werden, sonst müsste die TeilnehmerInnenzahl in diesen Räumen aufgrund der eingeschränkten Fluchtmöglichkeiten jeweils auf fünfzehn reduziert werden.

 

Im Zuge der Auslagerung und Zusammenlegung der Institutsbibliotheken im GEIWI-Turm wurden sechs neue Räume für die Lehre erschlossen.

 

Insgesamt werden jedoch die Kapazitäten von derzeit rund 2.200 auf 1.600 Sitzplätze im Gebäude beschränkt. Es mussten in den vergangenen Tagen insgesamt 263 Lehrveranstaltungen von der Fakultäten Servicestelle umgebucht werden. Es konnte der Großteil der Lehrveranstaltungen intern untergebracht werden. Für zwei Blocklehrveranstaltungen der Erziehungswissenschaften wurde das Metropol-Kino angemietet. Die beiden Container am GEIWI-Forum stellen derzeit zwei Ausweichquartiere für den Notfall für jeweils 50 Personen dar.

 

Mit den baulichen Maßnahmen wie der Erhöhung der Geländer von stellenweise 89 Zentimeter auf einen Meter bzw. der Verbreiterung von Fluchtwegen wird in der nächsten Woche begonnen.

 

Am kommenden Montag wird auch die Beseitigung von Brandlasten am Standort Technik in Angriff genommen. Im Zuge der Maßnahmen an der Technik wird eine flächendeckende, IT-gestützte Bewirtschaftung der Seminarräume und Hörsäle an diesem Standort implementiert.

 

Alle diese Maßnahmen sind mit dem Betriebsrat akkordiert. Die Studierenden und MitarbeiterInnen wurden informiert.