Stipendien sollen Forschungskarrieren ermöglichen

Vorgestern fand die diesjährige Vergabe der Forschungsstipendien an österreichische Graduierte statt. Die vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (bm:bwk) vergebene „Überbrückungsfinanzierung“ unterstützt sieben Akademiker der LFU in ihren Forschungsprojekten.
v.l. Dr. Rene Gutmann, Mag. Martina Battisti, Dr. Doris Doppler, Dr. Johann Danzl, Dr. Helga Teichl, Dr. Renate Giacomuzzi-Putz, Dr. Andrea Fischer und Forschungsvizerektor Tilmann Märk.
Bild: v.l. Dr. Rene Gutmann, Mag. Martina Battisti, Dr. Doris Doppler, Dr. Johann Danzl, Dr. Helga Teichl, Dr. Renate Giacomuzzi-Putz, Dr. Andrea Fischer und Forschungsvizerektor Tilmann Märk.

„Stipendien bieten eine Möglichkeit, herausragenden wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität zu halten. Da die LFU heuer im Rahmen der Nachwuchsförderung eine Million Euro    für Doktoratsstipendien zur Verfügung gestellt hat, werden die Stipendien des bm:bwk jetzt gezielt für Post-docs genutzt. Damit sollen langfristig die Forschung und der Wohlstand in unserer Gesellschaft gesichert werden“ eröffnete Forschungsvizerektor Tilmann Märk den Festakt.

Wissenschaftlicher Nachwuchs als Zukunft der Universitäten

Die Vergabe der Überbrückungshilfen an Österreichische WissenschaftlerInnen hat mit 10 Jahren eine lange Tradition. Überbrückungshilfen sind finanzielle Unterstützungen für universitäre Forschungsprojekte, die einen späteren Einstieg ins Berufsleben erleichtern sollen. Das Ministerium will damit ein Zeichen setzen, dass der wissenschaftliche Nachwuchs einen wichtigen Stellenwert hat. Unter zahlreichen Bewerbungen wurden an der LFU folgende AkademikerInnen für die Förderung von 1.000,- Euro monatlich für ein Semester ausgewählt: Dr. Doris Doppler, Dr. Helga Treichl, Dr. Renate Giacomuzzi-Putz, Dr. Rene Gutmann, Dr. Andrea Fischer, Dr. Johann Danzl und Mag. Martina Battisti. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass Forschungsprojekte und wissenschaftliches Arbeiten gefördert wird und herausragende Ergebnisse honoriert werden“, betonte Prof. Tilmann Märk.

Eisvolumenberechnung österreichischer Gletscher

Das Eisvolumen und dessen Änderung ist ein wichtiger Parameter zur Erforschung der Beziehung zwischen Gletscher und Klima. Mit bestehenden Eisdickenmessungen und Höhenmodellen versucht die Physikerin Dr. Andrea Fischer das Eisvolumen von 51 österreichischen Gletschern zu berechnen. Aus dieser Datenbasis soll eine neue Methode entwickelt werden, um das genaue Eisvolumen abzuschätzen. Damit entsteht das weltweit erste Inventar dieser Art.

 

Digitalisierung von Literaturmagazinen

Mit dem Projekt „DILIGMAG“ versucht die Germanistin Dr. Renate Giacomuzzi-Putz deutschsprachige Literaturmagazine zu erfassen, zu beschreiben und zu archivieren. Mit diesem Projekt werden Modelle für eine gute elektronische Archivierung digitaler Literaturmagazine gefunden. Des Weiteren wird ein System entwickelt, das die Zugänglichkeit zu digitalen Quellen optimiert. Die Ausarbeitung erfolg mit Unterstützung der Universitätsbibliothek Innsbruck.