Neues aus dem Studienangebot

Mit Oktober startet nicht nur ein neues Wintersemester für Studierende, sondern gleichzeitig werden auch einige Curricula geändert und neue Studien eingeführt. Zwei Masterstudien starten erstmalig in Kooperation mit der UMIT und der Universität Bozen, an der Fakultät für Technische Wissenschaften kommen zwei neue Masterstudien und viele Doktoratsstudien wurden überarbeitet.
Neue Studien
Bild: Ab kommenden Herbst starten viele neue und überarbeitete Studienangebote. (Bild: Uni Innsbruck)

Für Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums in Biologie wird es ab Herbst die Möglichkeit geben, sich für ein gänzlich neues Masterstudium anzumelden. Der „Master Environmental Management of Mountain Areas“, kurz EMMA, richtet sich an Studierende mit besonderem Interesse für alle Fragen rund um die Umwelt im alpinen Raum. Auf dem Lehrplan stehen beispielsweise Module zum Erwerb von Wissen über Gebirgsökologie, Informationstechnologien zur Landschaftsplanung, ökologische Renaturierung oder Planung und Projektierung in Berggebieten. Aufgrund der interdisziplinären Ausrichtung des Curriculums reichen mögliche Tätigkeitsgebiete für künftige Absolventinnen und Absolventen von der Umweltbegutachtung, dem Monitoring und Management von Schutzgebieten, der Projektierung und Ökozertifizierung in den Bereichen der Agrar- und Forstwirtschaft, der Analyse und Beurteilung von Naturgefahren hydrogeologischen Ursprungs bis hin zur Ausarbeitung von Entwicklungsplänen in Berggebieten. Natürlich steht den Studierenden eine wissenschaftliche Karriere und ein anschließendes Doktoratsstudium der Biologie offen. Das Besondere an diesem internationalen und interdisziplinären Masterstudium ist die Kooperation der Universität Innsbruck mit der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik der Freien Universität Bozen. Dadurch erwerben Absolventinnen und Absolventen mit ihrem Studienabschluss ein „Double Degree“, das die Interdisziplinarität des Studiums zusätzlich unterstreicht. Um den internationalen Charakter zu wahren, ist die offizielle Unterrichtssprache Englisch, wobei Wahlfächer auch in den Sprachen Deutsch und Italienisch angeboten werden. Dieses Masterstudium, dessen erstes Ausbildungsjahr in Bozen und das zweite in Innsbruck absolviert werden, bildet junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die an wissenschaftlichen Schnittstellen und der Praxis arbeiten können. Eine Bewerbung für dieses internationale Studienprogramm ist bis 19. August 2014 ausschließlich online über das Bewerbungsportal www.unibz.it möglich.

Aus eins mach zwei

Mit dem Wintersemester 2014/2015 wird an der Fakultät für Technische Wissenschaften der bestehende Master für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften von den neuen Masterstudien Bauingenieurwissenschaften und Umweltingenieurwissenschaften abgelöst. Mit der Trennung der beiden Masterstudien wird es möglich, den Studierenden ein praxisorientiertes sowie den Tätigkeitsbereichen und Anforderungen der Wirtschaft angepasstes Studium zu bieten. Im Masterstudium für Umweltingenieurwissenschaften soll künftig eine breite Palette an Themenbereichen wie etwa Siedlungswasserwirtschaft, Ressourcenmanagement, Abfall- und Deponietechnik, energieeffizientes Bauen und technische Gebäudeausrüstung oder erneuerbare Energie angeboten werden. Die Studierenden können sich zudem für einen von drei Teilbereichen spezialisieren: Energieeffiziente Gebäude, Geotechnik, Vermessung und Wasserbau sowie für Umwelttechnik und Verkehrswesen. Das Masterstudium Bauingenieurwissenschaften ist eng mit dem Studium der Umweltingenieurwissenschaften verbunden, stellt aber im Gegensatz dazu die klassischen konstruktiven Fächer in den Mittelpunkt. Dazu zählen beispielsweise die Bereiche Modellierung und Simulation, Baustoffe sowie Baubetrieb und Projektmanagement. Die Absolventinnen und Absolventen dieses Studiums werden in der Lage sein, bei der Planung, dem Bau und Betrieb in Unternehmen verschiedener Größen planend, projektierend, analysierend, beratend und ausführend tätig zu werden. Auch hier können sich Studierende auf bestimmte Teilbereiche spezialisieren: Baustoffe, Baubetrieb und Projektmanagement, für den konstruktiven Ingenieurbau oder für Modellierung und Simulation.

Mehr Wissenschaft, weniger Lehre

Änderungen werden auch in den Curricula der Doktoratsstudien durchgeführt. Ein großes Anliegen der Kommissionen ist, die Studierenden auf ihre wissenschaftliche Laufbahn vorzubereiten und dies auch in den Curricula widerzuspiegeln. Künftig sollen die wissenschaftlichen Tätigkeiten in den Mittelpunkt gerückt und die Anzahl an Lehrveranstaltungen reduziert werden. Damit wird den Dissertantinnen und Dissertanten ein Studium geboten, in dem sie sich vorrangig auf die Erstellung Ihrer Dissertation konzentrieren können. Eine tiefgreifende Umstellung im Curriculum der Doktoratsstudien wird an der Philosophisch-Historischen Fakultät durchgeführt. Statt bisher fünf einzelnen Studien wird ab dem Wintersemester 2014/2015 nur mehr ein gemeinsames Doktoratsstudium an dieser Fakultät angeboten.

Landeck wird Studierendenstadt

Ab kommenden Herbst wird in Landeck das neue Bachelorstudium für Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus als Joint Degree Program der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und der UMIT angeboten. Es bietet eine profunde wirtschaftswissenschaftliche und anwendungsorientierte Ausbildung mit einem Schwerpunkt in alpiner Freizeit und Gesundheitstourismus und bereitet die Studierenden auf leitende, planende, analysierende und beratende Tätigkeiten in Unternehmen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft vor. Das sechssemestrige Bachelor-Studium ist auf den nachhaltigen Gesundheits- und Sporttourismus ausgerichtet und wendet sich an Personen, die ihre berufliche Zukunft in der alpinen Tourismus-, Gesundheits- und Freizeitwirtschaft sehen.

Eine Information zu den Lehramtsstudien: Die Umstellung vom Diplomstudium auf das Bachelor- und Master-System ist für Herbst 2015/2016 geplant.