Neue Stiftungsprofessur für Leistungselektronik

Infineon Technologies Austria und die Universität Innsbruck stärken ihre Zusammenarbeit im Bereich Leistungselektronik mit der Einrichtung der ersten Stiftungsprofessur von Infineon in Österreich mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro. Die gemeinsame Initiative intensiviert die Kooperation zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung.
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Bild: Rektor Tilmann Märk und Infineon-Austria-Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka.

Die Infineon Technologies Austria AG hat mit der Universität Innsbruck einen Vertrag zur Einrichtung einer Stiftungsprofessur für den Bereich „Leistungselektronik“ abgeschlossen. In den nächsten fünf Jahren wird Infineon 1,5 Millionen Euro in die Kooperation mit der Fakultät für Technische Wissenschaften der Universität investieren. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Professur beziehen sich auf wesentliche Forschungs- und Entwicklungsfelder von Infineon in Österreich. Seit 1997 ist Villach der Sitz des weltweiten Infineon-Kompetenzzentrums für Leistungselektronik mit besonderem Fokus auf Energieeffizienz. Energiesparende Halbleiter von Infineon finden vielfältige Anwendung, so zum Beispiel in Beleuchtungslösungen, im Antriebsstrang von Autos, bei der Motorsteuerung von Zügen oder bei der Stromversorgung von Servern, Notebooks, Smartphones, Tablets, Unterhaltungselektronik und Mobilfunk-Infrastruktur.

Entwicklungschancen

Rektor Tilmann Märk sieht in der Zusammenarbeit mit Infineon Austria in Form der Stiftungsprofessur eine gute Entwicklungschance für die Universität: „Wir haben ab dem Jahr 2009 den Fachbereich Mechatronik an unserer Universität etabliert und insgesamt acht Professuren für diesen Bereich vorgesehen. Mit dieser neuen Stiftungsprofessur für Leistungselektronik kommt eine wichtige Verstärkung, die weitere Entwicklungen ermöglicht. Die Kooperation mit Infineon Austria entspricht unserer Strategie des aktiven Wissens- und Technologietransfers in Gesellschaft und Wirtschaft sowie eines Ausbaus der technischen Wissenschaften. Die Universität Innsbruck steht für profunde Grundlagenforschung mit guter Verbindung zur Anwendung in der Industrie.“

Infineon-Austria-Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka erläutert die Ziele für die Einrichtung der ersten Stiftungsprofessur von Infineon in Österreich: „Es geht uns um die nachhaltige Etablierung einer hochwertigen Elektrotechnik- und Leistungselektronik-Ausbildung. Damit wollen wir einen aktiven Beitrag zu praxisorientierter Forschung und Lehre sowie zu mehr technischen Fachkräften in Österreich leisten. Mit der Universität Innsbruck finden wir einen idealen Partner mit internationaler Reputation, hervorragenden Leistungen in der Grundlagenforschung und einem guten Verständnis für die Bedürfnisse der Industrie.“

Neben den wissenschaftlichen Grundlagen der Leistungselektronik umfasst die Professur inhaltlich unter anderem die Entwicklung von Systemen und Anwendungen mit modernen leistungselektronischen Bauelementen, Analog/Digital-Design von integrierten Schaltungen, Digitales Power Management sowie Schaltungstechnik für Sensorsysteme und im Bereich der Smart Power. Infineon Austria wird die Studierenden im Bereich Leistungselektronik in vielfacher Weise unterstützen. Dazu zählen Praxisplätze, die Unterstützung beim Finden von Themen für Master- und Doktorarbeiten und der Einsatz von Expertinnen und Experten des Unternehmens als Vortragende. Mit diesem Engagement zielt Infineon darauf ab, dass herausragende Absolventinnen und Absolventen das Unternehmen in Zukunft verstärken.

Im Rahmen der Professur wird die Universität Innsbruck auch mit dem Management Center Innsbruck kooperieren und gemeinsame Dissertationen ermöglichen. Darüber hinaus wird von Innsbruck aus ein europäischer Wissenschafts- und Forschungsverbund in der Leistungselektronik mit technischen Universitäten im regionalen Umfeld angestrebt.