Ein Ausweis für hohe Qualitätsstandards

Als erste österreichische Hochschule hat die Universität Innsbruck die Schweizer Qualitätssicherungsagentur OAQ beauftragt, ihr Qualitätsmanagementsystem einer umfassenden Prüfung zu unterziehen. Das Ergebnis: Die Universität ist bestens positioniert, ihre hohen Standards in Forschung und Lehre weiter zu halten und auszubauen.
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Bild: OAQ-Direktor Dr. Christoph Grolimund (links) überreicht die Zertifizierungs-Urkunde an Rektor Tilmann Märk.

Das Qualitätsmanagementsystem der Universität Innsbruck ist zertifiziert – das zeigt, dass die Universität ihre internen Prozesse optimal auf Sicherung und Erhöhung der Qualität abgestimmt hat. „Wir sind sehr stolz auf dieses Zertifikat, ist es doch zugleich Nachweis der hohen Qualität in der Organisation von Forschung und Lehre an unserer Universität – nicht nur einmal nehmen die Prüferinnen und Prüfer im Evaluierungsbericht ausgesprochen positiv Bezug auf Teilbereiche unserer Forschung, Lehre und Personalentwicklung“, ist Rektor Tilmann Märk erfreut. Den österreichischen Universitäten ist gesetzlich vorgeschrieben, dass sie ein Qualitätsmanagementsystem einführen und dieses auch regelmäßig von externen Kontrollstellen überprüfen und zertifizieren lassen müssen. Im Herbst 2012 hat die Universität Innsbruck die Schweizer Qualitätssicherungsagentur OAQ (Organ für Akkreditierung und Qualitätssicherung der Schweizerischen Hochschulen) damit beauftragt, ihr Qualitätsmanagementsystem einem umfassenden Audit zu unterziehen. Das OAQ ist für die Durchführung der Quality Audits an sämtlichen Schweizer Universitäten zuständig; die damit nachgewiesene umfassende Expertise war ein wesentlicher Grund für die Beauftragung des OAQ. Die Universität Innsbruck ist die erste österreichische Universität, die vom OAQ zertifiziert wurde; am 11. Dezember hat OAQ-Direktor Dr. Christoph Grolimund die entsprechende Urkunde selbst überreicht.

Genaue Evaluierung

Ein fünfköpfiges vom OAQ beauftragtes Team hat das Qualitätsmanagement sämtlicher Geschäftsbereiche der Universität genau unter die Lupe genommen, Grundlage waren internationale Qualitätsstandards. „Der erste Schritt war ein Selbstbericht der Universität, auf diesen aufbauend haben die Expertinnen und Experten Interviews mit über 70 Personen geführt. Die Ergebnisse und die daraus resultierenden Empfehlungen sind in einem Auditbericht festgehalten, der im Internet veröffentlicht ist“, erklärt Dr. Christine Fahringer, die Koordinatorin des Qualitätsmanagements an der Universität. Der Auditbericht hebt die Qualitätskultur der Universität hervor, deren Qualitätsmanagementsystem von der ganzen Universität getragen werde. Dies sei „unter anderem auch dem Führungsstil des Rektors, der Kommunikation und Partizipation betont, aber auch der Art und Weise, wie Universitätsrat, Senat und Rektorat das UG 2002 leben, geschuldet.“ Das nun verliehene Zertifikat ist insgesamt sieben Jahre gültig und muss im Herbst 2021 erneuert werden.

Forschung, Lehre und Personal

Die drei großen Bereiche Forschung, Lehre und Personalmanagement werden neben anderem im Bericht besonders beleuchtet. Im Bereich Forschung kommen die Schweizer Expertinnen und Experten zum Schluss, „dass die Universität Innsbruck mit ihrem Qualitätsmanagementsystem dafür sorgt, dass die Qualität ihrer Arbeit in Forschung und Entwicklung regelmäßig und systematisch evaluiert wird.“ Im Bereich Lehre hebt der Bericht jene Arbeiten hervor, die zur Verleihung des ECTS-Labels und des Diploma-Supplement-Labels durch die Europäische Kommission geführt haben und „beglückwünscht die Universität Innsbruck für die Arbeit, welche es nun ermöglicht, das Angebot der Universität Innsbruck im Kontext der europäischen Bildungslandschaft einzuordnen und zu vergleichen“. Im Bereich Personal lobt der Bericht, „dass die Universität das Instrument der Laufbahnstelle vorbildlich umsetzt, im Übrigen in einer Art und Weise, die auch zur Frauenförderung beiträgt“. Die Zertifizierung erfolgte insgesamt mit zwei Auflagen, die bis 2016 zu erfüllen sind. Die beiden Auflagen im Bereich Lehre, einerseits zur regelmäßigen externen Begutachtung von Studiengängen, andererseits zur Schaffung einer Prüfungskultur, decken sich mit bereits diskutierten Vorhaben und initiierten Projekten. Darüber hinaus enthält der Bericht weitere Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems.