Zusammenarbeit gefördert

Der Bund unterstützt gemeinsame Projekte von österreichischen Hochschulen, die ihre Verwaltung durch Infrastrukturmaßnahmen weiter optimieren. Die Universität Innsbruck ist an den höchstdotierten Projekten federführend beteiligt, mit denen unter anderem ein Klimaforschungszentrum und eine akademische Cloud Computing Infrastruktur eingerichtet werden.
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Bild: Die Universität Innsbruck ist an den höchstdotierten Projekten federführend beteiligt.

Insgesamt drei Projekte der Universität Innsbruck und drei weitere, an denen die Universität beteiligt ist, werden aus den Strukturmitteln des Wissenschaftsministeriums gefördert. Insgesamt wurden von den eingereichten 33 Projekten 22 genehmigt. Diese werden nun mit insgesamt 15 Millionen Euro gefördert. Die von der Universität Innsbruck koordinierten Projekte - das Climate Change Centre Austria, die Cloud Computing Initiative und die Einrichtung eines Career Service Center - werden mit insgesamt 3,9 Millionen Euro gefördert. Weitere 2,6 Millionen Euro erhalten jene Projekte, an denen die Universität Innsbruck ebenfalls beteiligt ist. Schon im September wurden im Rahmen der Hochschulraum-Strukturmittel 48 Millionen Euro für Kooperationsvorhaben in Lehre und Forschung vergeben. Auch hier war die Universität Innsbruck mit den meisten bewilligten Projekten sehr erfolgreich.

Die von der Universität Innsbruck beantragten und nun geförderten Kooperationsprojekte sind:

  • Climate Change Centre Austria (CCCA): Der Klimawandel und seine Bedrohungen sowie globale Knappheit von Energie- und Naturressourcen gehören zu den großen Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft. Zur effektiven und abgestimmten Begegnung dieser Herausforderungen und im Sinne der gemäß Hochschulplan verstärkten Zusammenarbeit bedienen sich die österreichischen Universitäten des Climate Change Centre Austria (CCCA), einer koordinierenden Einrichtung zur Förderung der Klimaforschung in Österreich, in der derzeit sieben Universitäten und elf außeruniversitäre Forschungseinrichtungen kooperieren. Der Begriff Klimaforschung umfasst dabei die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Klimawandel, seinen physikalischen, politischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Ursachen, den Klimafolgen für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt, Strategien zum Klimaschutz (Mitigation) und zur Anpassung an den Klimawandel (Adaptation), die Ermittlung von Vulnerabilitäten und Kapazitäten. Wichtige Aufgaben des CCCA bestehen in der kontinuierlichen und dauerhaften Vernetzung und Kooperationen zwischen den Mitgliedern, der synergetische Nutzung von personellen, institutionellen und infrastrukturellen Ressourcen, der Erleichterung des Zugangs zu relevanten Daten zum Klimawandel, im Austausch von Modellen, Werkzeugen und Forschungsansätzen zum Klimawandel, in der Steigerung der Qualität und Effizienz der Klimaforschung in Österreich und in der Stärkung der Internationalisierung.
  • Cloud Computing Initiative: In einem gemeinsamen, groß angelegten Projekt mit einem Gesamtvolumen von fast 4 Mill. Euro, machen sich die Universitäten Innsbruck, Linz und Salzburg gemeinsam mit dem MCI mit vereinten Kräften auf, eine zukunftweisende, höchsten Ansprüchen genügende IT-Infrastruktur aufzubauen. Die angestrebte Lösung wird als akademische Community Cloud bezeichnet und wird es den Partneruniversitäten in Zukunft erlauben, quer über die gesamte Breite zentrale IT-Services (Server, Storage, Backup, Software-Plattformen) standortübergreifend zu nutzen. Die Architekten dieser Lösung sehen große Vorteile in einer Verbesserung der Service-Qualität, der Verminderung von IT-Risiken und einer gemeinsamen Beschaffungsplanung. Das Ministerium fördert das Projekt in einer Höhe von über 1,2 Mill. Euro. Cloud Computing ist derzeit in aller Munde. Ein Blick in die Digitale Agenda der EU-Kommission macht deutlich, dass sich das Projekt an der Spitze der aktuellen IT-Entwicklung befindet. Dabei widmet es sich den speziellen Bedürfnissen von akademischen Institutionen bzgl. IT-Sicherheit, Innovationsgrad und Flexibilität. Das Projekt wird so angegangen, dass jederzeit neue, interessierte Partner Zugang erlangen können. Wolfgang Meixner, Vizerektor für Personal, sagt: „IT realisiert in heutigen Organisationen eine Querschnittsfunktion, die für die moderne Arbeitswelt von größter Bedeutung ist. Der Einsatz von Cloud-Computing-Technologien stellt die nächste Welle von IT-Investitionen dar. Dieses Projekt bietet uns die Chance, organisatorisch gewachsene IT-Strukturen und IT-Prozesse an den beteiligten Partneruniversitäten neu und universitätsübergreifend zu denken und zu gestalten.“
  • Top of Tyrol: Die Vorbereitung der Studierenden auf das Berufsleben sowie die Hilfe beim Eintritt in das Berufsleben stellen die wichtigsten Aufgaben eines Career Service Center (CSC) dar. Dieses Career Service Center soll die zentrale Schnittstelle zwischen Universität, AbsolventInnen und Arbeitgebern darstellen. Schon frühzeitig sollen Studierende zum Beispiel mittels Internships und Praktikumsplätze an potentielle Arbeitgeber herangeführt werden. Mentorship durch ProfessorInnen, spezielle Trainings, Karrieretage und intensives Coaching sollen den Einstieg der Studierenden ins Berufsleben erleichtern. Die Zusammenarbeit am Hochschulstandort Innsbruck erfolgt mit den Kooperationspartnern Management Centre Innsbruck (MCI), dem Verein SoWi-Holding, der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) sowie unter intensiver Einbindung der HochschullehrerInnen in ihrer Funktion als MentorInnen. Im Rahmen dieses Kooperationsprojektes ist es angedacht, ein die Hochschulen verbindendes Career Netzwerk in Tirol aufzubauen. Begleitend dazu soll das "Top of Tyrol" Internetportal als Anlaufstelle für Unternehmen, Studierende und AbsolventInnen etabliert werden.

Weitere Projekte mit Beteiligung der Universität Innsbruck (in Klammer die beantragende Universität):

  • Einführung Computer Aided Facility Management (CAFM) (Universität Wien)
  • Entwicklung und Umsetzung eines Beschaffungsprozesses für österreichische Universitätsbibliotheken (Universität Wien)
  • E-Infrastructures Austria: Aufbau und Weiterentwicklung einer Repositorieninfrastruktur (Universität Wien)