Vizerektorinnen und -rektoren gewählt

Ab 1. März bilden Anke Bockreis (Infrastruktur), Wolfgang Meixner (Personal), Roland Psenner (Lehre und Studierende) und Sabine Schindler (Forschung) gemeinsam mit Rektor Tilmann Märk das neue Rektorenteam der Universität Innsbruck. Die Entscheidung des Universitätsrats fiel gestern, am 31. Jänner.
Ab 1. März 2012 steht ein neues RektorInnen-Team an der Spitze der Universität Innsbruck.
Bild: Ab 1. März 2012 steht ein neues RektorInnen-Team an der Spitze der Universität Innsbruck.

Der Universitätsrat hat in seiner heutigen Sitzung die von Rektor Tilmann Märk vorgeschlagenen Vizerektorinnen und -rektoren gewählt, bereits vergangene Woche hatte der Senat das Wunsch-Team von Tilmann Märk in seiner Stellungnahme bestätigt. Alle vier Vizerektorinnen und Vizerektoren wurden einstimmig vom Universitätsrat gewählt. "Ich freue mich sehr über die einstimmige Bestätigung des von mir vorgeschlagenen VizerektorInnenteams. Jede und jeder von ihnen bringt hohe Kompetenz für ihr/sein Ressort mit und ist hervorragend für die kommenden Herausforderungen ausgewiesen", sagte Märk anlässlich des gestrigen Uniratsbeschlusses.

Vizerektorin für Infrastruktur: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Anke Bockreis

Anke Bockreis, geboren 1971, studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Darmstadt. Von 1996 bis 2009 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut IWAR der Technischen Universität Darmstadt, wo sie 2001 mit einer Arbeit über die Überwachung von Flächenbiofiltern zur Geruchsminderung von Abfallbehandlungsanlagen promovierte. 2007 und 2008 absolvierte Anke Bockreis mehrere Forschungsaufenthalte an der École des Mines d'Ales in Frankreich. Zusätzlich zu ihrer Forschungsarbeit sammelte sie praktische Erfahrungen in verschiedenen Ingenieurbüros. Seit Oktober 2009 ist sie Universitätsprofessorin für Abfallbehandlung und Ressourcenmanagement am Institut für Infrastruktur der Universität Innsbruck. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Entwicklung biologischer und mechanisch-biologischer Abfallbehandlungsverfahren sowie deren Optimierung. Insbesondere ihre Untersuchungen über die Anwendbarkeit der Infrarotthermografie in der Abfallbehandlung sind methodisch und praktisch wegweisend. Ihre bisherige wissenschaftliche Tätigkeit möchte Bockreis auch in ihre Tätigkeit als Vizerektorin für Infrastruktur einfließen lassen, zum Beispiel durch die Einführung eines nachhaltigeren Abfallwirtschaftskonzepts oder die Verbesserung der Energieeffizienz universitärer Gebäude. Darüber hinaus möchte sie als Nachfolgerin von Arnold Klotz die im Entwicklungsplan 2010 bis 2015 niedergeschriebenen Infrastrukturprojekte umsetzen.

Vizerektor für Personal: Ass.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Meixner

Wolfgang Meixner, geboren 1961 in Jenbach, begann im Jahr 1982 das Studium der Europäischen Ethnologie/Volkskunde an der Universität Innsbruck, das er 1989 mit dem akademischen Grad Mag. phil. abschloss. Es folgte ein Doktoratsstudium an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Uni Innsbruck. Bereits ab dem Jahr 1994 war er wissenschaftlich am Institut für Geschichte, in der Abteilung für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, der Uni Innsbruck tätig. 2001 wurde er mit der Dissertation „Aspekte des Sozialprofils österreichischer Unternehmer im 19. Jahrhundert: regionale und soziale Mobilität“ zum Dr. phil. promoviert. Sein Forschungsschwerpunkt liegt vor allem im Bereich der österreichischen Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte. Zudem wirkte er bei zahlreichen Ausstellungen, u. a. „vertikal. Die Innsbrucker Nordkette. Eine Ausstellung in der Stadt“ des Österreichischen Alpenvereins und der Tiroler Landesausstellung 2005, mit. Von 2005 bis 2007 war er Vorsitzender des Betriebsrates für das wissenschaftliche Personal, von 2007 bis 2012 war er als Vizerektor für Personal an der Uni Innsbruck tätig und wurde nun erneut auf eine Dauer von 4 Jahren zum Vizerektor für Personal bestellt. Für Meixner liegt das Hauptaugenmerk im Bereich der Personalentwicklung vor allem im Erkennen und Fördern des Potentials von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Ziele der Universität.

Vizerektor für Lehre und Studierende: O. Univ.-Prof. Dr. Roland Psenner

Roland Psenner, geboren 1950, übernimmt ab 1. März das Vizerektorat für Lehre und Studierende von Margret Friedrich. Er studierte Biologie, Limnologie und Biochemie an der Universität Innsbruck, wo er auch promovierte. Von 1977 bis 1986 war er Postdoc an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wo er später als wissenschaftlicher Mitarbeiter forschte. Ein Jahr lang war Psenner als Raumplaner in seiner Heimat Südtirol tätig. 1991 wurde er außerordentlicher Universitätsprofessor an der Universität Innsbruck, 1997 ordentlicher Universitätsprofessor für Limnologie. Sein Forschungsinteresse gilt insbesondere den Auswirkungen des Klimawandels auf alpine Ökosysteme wie Hochgebirgsgewässer oder Gletscherregionen. Seit 2010 leitet er den interfakultären Forschungsschwerpunkt „Alpiner Raum – Mensch und Umwelt“. Er engagiert sich seit vielen Jahren in Universitätspolitik und -verwaltung, von 2001 bis 2004 war er Studiendekan der damaligen naturwissenschaftlichen Fakultät, seit 2008 leitet er als Dekan die Fakultät für Biologie und wirkt darüber hinaus in zahlreichen in- und ausländischen Forschungsgremien und -beiräten mit. Roland Psenner kennt die Universität Innsbruck ebenso wie die österreichische Hochschullandschaft aus verschiedenen Blickwinkeln – als Wissenschaftler, Lehrer und Berater. Diese vielschichtige Perspektive möchte er sich auch als Vizerektor für Lehre und Studierende bei der Realisierung neuer Projekte bewahren.

Vizerektorin für Forschung: Univ.-Prof. Dr. Sabine Schindler

Tilmann Märks Nachfolgerin als Vizerektorin für Forschung ab 1. März 2012 wird die 1961 geborene Astrophysikerin Sabine Schindler. Nach dem Studium an der Universität Erlangen-Nürnberg und der Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München 1992 forschte sie unter anderem an der University of California in Santa Cruz, am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching und an der Liverpool John Moores University in Großbritannien. 2002 wurde Sabine Schindler an die Universität Innsbruck berufen, seit 2004 leitet sie das Institut für Astro- und Teilchenphysik. Seit 2010 ist sie außerdem wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Bisher leitete Schindler die Forschungsplattform „Scientific Computing“ – in dieser Funktion formte sie die Hochleistungsrechner-Strategie der Universität Innsbruck maßgeblich mit, eine Aufgabe, die auch unter ihre Zuständigkeiten als Vizerektorin fallen wird. Zudem leitete Sabine Schindler bisher das Universitäts-Forschungszentrum für Astro- und Teilchenphysik. Auch in der Lehre engagiert sich die künftige Forschungs-Vizerektorin, unter anderem als Koordinatorin des von der Europäischen Union geförderten „Erasmus Mundus“-Master-Programms in Astrophysik. Das wissenschaftliche Interesse der mehrfach ausgezeichneten Wissenschaftlerin gilt der Erforschung von Galaxienhaufen und Strukturformationen im All, ein Feld, dem sie sich auch als Vizerektorin weiter widmen will.