Vorgestellt: Nachhaltige Mobilität

Prof. Markus Mailer ist seit Dezember 2010 Universitätsprofessor für Verkehrsplanung an der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften. Er will Verkehrssysteme intelligenter machen und die Zukunft der Mobilität mitgestalten.
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Bild: Markus Mailer ist seit Dezember 2010 Professor für Verkehrsplanung an der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften.

Mobilität ist eine Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Menschen bewegen sich fort, um in die Arbeit zu gelangen, einzukaufen, Freunde und Verwandte zu treffen oder auf Urlaub zu fahren. Der untrennbar mit Mobilität verknüpfte Begriff Verkehr lässt allerdings viele an endlose Staus, erfolglose Parkplatzsuche oder Lärm- und Schadstoffbelastung denken. Für Markus Mailer, seit Dezember 2010 Universitätsprofessor für Verkehrsplanung an der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften, war dies ein Grund, den unter seiner Federführung neu gegründeten Arbeitsbereich „Intelligente Verkehrssysteme“ zu nennen und nicht einfach nur „Verkehr“. „Wir wollen für Lösungen stehen, nicht für Probleme“, erklärt Mailer, der im Anschluss an sein Doktoratsstudium an Technischen Universität Wien mehrere Jahre als Leiter der Forschungsgruppe Verkehrsmanagement beim Automobilhersteller BMW tätig war.

Ganzheitliche Verkehrsforschung

Der Arbeitsbereich vereint die vormals eigenständigen Einheiten „Eisenbahnwesen und Öffentlicher Verkehr“ und „Straßenbau und Verkehrsplanung“. „Die Zeiten, in denen man Verkehrsträger einzeln betrachtet, sind vorbei. Wir berücksichtigen den Fußgeher- und Radverkehr ebenso wie die verschiedenen motorisierten Verkehrsmittel sowohl in planerischer, baulicher und betrieblicher Hinsicht“, betont Mailer. Er selbst möchte das Verkehrsmanagement stärker in Lehre und Forschung verankern. „Gesellschaft und Wirtschaft fordern nicht nur spezialisierte Detailforschung zur Weiterentwicklung der Verkehrssysteme, sondern auch integrierte Konzepte für ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Mobilität“, so der Wissenschaftler, der sich künftig auch als unabhängige Instanz in aktuelle Verkehrsfragen einbringen möchte. Einschlägige Erfahrung hat er auf diesem Gebiet bereits: Im Rahmen seiner Tätigkeit bei BMW entwickelte er gemeinsam mit Münchner Entscheidungsträgern Projekte zur Verkehrsoptimierung, u.a. auch zum verkehrsträgerübergreifenden Störfallmanagement und Park-and-Ride in der Region.
Die Möglichkeit, zu lehren und Forschungsergebnisse mit Studierenden zu teilen, hat Mailer dazu bewogen, in den Universitätsbetrieb zurückzukehren. „Unsere Absolventen werden die Zukunft der Mobilität gestalten“, ist er überzeugt.

Zur Person

Markus Mailer studierte Bauingenieurwissenschaften an der Technischen Universität Wien und spezialisierte sich im zweiten Studienabschnitt auf Verkehrswesen. Ab 1996 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an TU Wien. Nach seiner Promotion wechselte er nach München, wo er von 2003 bis zu seiner Berufung an die Universität Innsbruck bei der BMW AG tätig war. An der Universität Innsbruck leitet er den Arbeitsbereich „Intelligente Verkehrssysteme“.

 

Dieser Beitrag ist in der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins "zukunft forschung" der Universität Innsbruck erschienen.