Tilmann Märk übernimmt interimistisch Aufgaben des Rektors

Der Rektor der Universität Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle, wurde gestern als Bundesminister für Wissenschaft und Forschung nominiert. Seine Angelobung erfolgt morgen durch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer. An der Universität Innsbruck übernimmt zu diesem Zeitpunkt Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c.mult. Tilmann Märk interimistisch die Aufgaben des Rektors.
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Bild: Der designierte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle

Mit dem Wechsel von Karlheinz Töchterle ins Wissenschaftsministerium übernimmt der amtierende Vizerektor für Forschung, Tilmann Märk, die Aufgaben des Rektors. Er ist laut Geschäftsordnung des Rektorats erster Stellvertreter des Rektors. Tilmann Märk ist seit 2003 Vizerektor für Forschung der Universität Innsbruck und wird bis zum Ende der Funktionsperiode des Rektorats den Rektor vertreten. Die Vizerektorin und alle Vizerektoren bleiben bis dahin im Amt. Universitätsrat und Senat werden die weitere Vorgangsweise umgehend besprechen und die Wahl einer Nachfolgerin/eines Nachfolgers vorbereiten.

Karlheinz Töchterle war seit Oktober 2007 Rektor der Universität Innsbruck. Seine erste Amtsperiode wäre Ende September dieses Jahres ausgelaufen. Ende 2010 sprach ihm der Senat der Universität Innsbruck einstimmig das Vertrauen für eine weitere Amtsperiode aus. Am 14. Dezember 2010 fällte der Universitätsrat einen entsprechenden Beschluss und bestätigte Karlheinz Töchterle als Rektor für die Jahre 2011 bis 2015.

In einem Schreiben verabschiedet sich Karlheinz Töchterle von alle Universitätsangehörigen:

Collegae, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Studierende,

wie Sie wohl aus den Medien wissen, habe ich das Angebot angenommen, in die umgebildete Regierung als Wissenschaftsminister einzutreten. Die in solchen Prozeduren übliche Geschwindigkeit ließ mir nur wenig Bedenkzeit und verhinderte auch Informationen im Vorfeld. Den Ausschlag für diese Entscheidung gab die Chance, in dieser Funktion einiges in der österreichischen Wissenschafts- und Bildungspolitik zu bewegen. Ich denke, dass ich auch in dieser Funktion Nützliches für unsere Universität leisten kann.

Der Abschied aus dem Rektorsamt fiel mir natürlich nicht leicht, verlasse ich doch ein wohlgeordnetes Haus mit gesunden Finanzen und vor allem eines auf hohem wissenschaftlichen Niveau. Wir dürfen uns – bei allen Kautelen gegenüber Rankings – jedenfalls zu den besten Universitäten Österreichs zählen. Das alles ist zum wenigsten mein Verdienst. Das Lob gebührt allen wissenschaftlich und administrativ Tätigen, meiner unmittelbaren Umgebung mit der Vizerektorin und den Vizerektoren, die in ihren Ressorts Hervorragendes geleistet haben, den Dekaninnen und Dekanen, mit denen kollegial zu kooperieren eine Freude war, dem Universitätsrat und dem Senat, mit deren Vorsitzenden ein überaus konstruktives Miteinander gelang, aber auch den Organisationseinheiten und deren Leiterinnen bzw. Leitern, die ihr Bestes für die Universität Innsbruck geben.

Schließlich wende ich mich noch an die Studierenden unserer alma mater mit dem Dank, durch die Wahl ihres Studienplatzes unsere Universität zu einem geistig lebendigen und international pulsierenden Ort gemacht zu haben, und mit der Bitte, an einer gedeihlichen Weiterentwicklung der tertiären Bildung in Österreich mitzuwirken.

Ich wünsche Euch/Ihnen allen eine Fortsetzung unseres erfolgreichen Weges und werde von meiner neuen Position aus mein Möglichstes dazu beitragen!

Euer Rektor gewöster*

 

* In Zeiten gravierender Plagimanie ist es angeraten, dieses Zitat zu kennzeichnen. Soweit ich weiß, stammt es aus Andreas Hofers Kapitulationsschrift, Hans Moser hat es gelegentlich schon vor mir verwendet.

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