Skiverband ersucht Universität um Hilfe

Sicherheitspakete im alpinen Skirennlauf, vor allem in den schnellen Disziplinen, sind seit längerem ein Thema. Wie die Statistik zeigt, hat das Verletzungsrisiko trotz, oder vielleicht sogar wegen, verschiedener Regeländerungen in letzter Zeit nicht ab-, sondern sogar zugenommen. Der ÖSV lässt nun Verbesserungsmöglichkeiten wissenschaftlich prüfen.
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Bild: istockphoto.com

Die schweren Stürze von Hans Grugger, der immer noch in der Innsbrucker Klinik liegt, und Mario Scheiber zeigen für den Österreichischen Skiverband (ÖSV) deutlich, dass im Interesse der Athleten dringender Handlungsbedarf besteht. Der ÖSV hat daher das Team um Prof. Werner Nachbauer vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck gebeten, umgehend verschiedene, für die Verbesserung der Sicherheit wesentliche, Faktoren zu untersuchen. Dazu zählen die Geländeprofile bei Sprüngen, die Optimierung der Schutzfunktion protektiver Ausrüstung sowie Möglichkeiten zur Verringerung der Geschwindigkeit und des damit verbundenen Gefahrenpotentials.

Für diese Untersuchungen wird das vorhandene Datenmaterial des ÖSV ebenso herangezogen wie moderne wissenschaftliche Methoden der Materialkunde, Bewegungssimulationen und Modellberechnungen. Auch das Phänomen, dass die Disziplin Super-G ein geringeres Verletzungsrisiko als die technischen Disziplinen aufweist, soll untersucht werden.

Der ÖSV erwartet sich von dieser Forschungstätigkeit fundierte Aufschlüsse, die möglichst rasch in wirksame Maßnahmen umgesetzt werden können. Einige kurzfristig umsetzbare Vorschläge sind bereits bei dem vom Europäischen Skiverband mit der AISTS (International Academy of Sports Science and Technology) Lausanne im Vorjahr durchgeführten Workshop erarbeitet und an die FIS übermittelt worden.

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