Medien zwischen Öffnung und Schließung

Die Universität Innsbruck und die Tiroler Tageszeitung stellen sich im Rahmen eines interdisziplinären Medienschwerpunkts zentralen Zukunftsfragen in Medien, Kommunikation und Journalismus. Zahlreiche prominente nationale und internationale Medienexperten halten für eine Vorlesungs-Reihe dazu Vorträge in Innsbruck.
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Bild: Hermann Petz, Vorstandsvorsitzender der Moser Holding, und Tilmann Märk, Rektor der Universität Innsbruck präsentieren das Sujet des Medientages.

Wir leben in einer Zeit umwälzender Veränderungen von Kommunikationstechnologien, die große Auswirkungen, sowohl auf die Mediennutzung als auch auf die Arbeit der Medienschaffenden haben. Diese Veränderungen zu verstehen, zu erklären und zu gestalten ist die Zielsetzung des interdisziplinären Forschungsbereichs innsbruck media studies (ims). Dieser gestaltet heuer einen Medienschwerpunkt mit dem Titel „Grenzenlose Enthüllungen – Medien zwischen Öffnung und Schließung“, der in Kooperation mit der Tiroler Tageszeitung am 13. Oktober 2011 startet.

Neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit

Sowohl eine Vorlesungs-Reihe mit prominenten nationalen und internationalen Medienexperten als auch der am 29. November 2011 stattfindende Medientag stehen auf dem Programm; beide Veranstaltungen sind öffentlich zugänglich.
„Die sogenannte Macht der Medien, ihre Funktionsweise, der Umgang mit ihnen und ihre Weiterentwicklung in einer digitalen Welt ist ein interessantes Forschungsfeld, das an der Universität seit vielen Jahren sehr interdisziplinär bearbeitet wird. Die Zusammenarbeit mit der Moser Holding eröffnet hier unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, aber auch unseren Studierenden neue Möglichkeiten, weil nun auch eine professionelle Innensicht medialer Entwicklungen hinzukommt“, betont Univ.-Prof. Dr. Tilmann Märk, Rektor der Universität Innsbruck.
„Mit dem Titel ‚Grenzenlose Enthüllungen - Medien zwischen Öffnung und Schließung’ hätten wir heute kaum ein aktuelleres Thema aufgreifen können“, ist Mag. Hermann Petz, Vorstandsvorsitzender der Moser Holding überzeugt. „Wir beschäftigen uns als Medienhaus naturgemäß sehr intensiv mit Medien-Foren und Grenzen der Anonymität, mit Datensicherheit, Urheberrechtsfragen und der Zukunft des Journalismus. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Uni Innsbruck und eine Diskussion, die auf möglichst breiter Basis stattfindet.“

Medienexperten zu Gast

Zu den Vortragenden zählen u.A. OpenLeaks-Gründer und früherer WikiLeaks-Aktivist Daniel Domscheit-Berg oder der wohl bekannteste bloggende Österreichische Journalist, Dr. Armin Wolf. Den Anfang der Vorlesungsreihe macht Georg Markus Kainz, Datenschutzexperte und Präsident von Quintessenz, dem Veranstalter des Österreichischen Big Brother Award. Er referiert zum Thema „Datenschutz ist Menschenrecht“ Privatsphäre und das Recht auf Informationsfreiheit. Der Vortrag findet am Donnerstag, 13. Oktober um 18 Uhr im Hörsaal 1 an der SOWI (Universitätststraße) statt.