Kopf der Woche: Dr. Christian Stadler

Christian Stadler, Universitäts-Assistent am Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus, erhielt in diesem Jahr als einziger Betriebswirt das APART – Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Weiters veröffentlichte er einen Leitartikel im Harvard Business Review.
Dr. Christian Stadler
Bild: Dr. Christian Stadler

 

Kopf der Woche: Dr. Christian Stadler

 

Im Harvard Business Review publizierten seit Gründung der Zeitschrift 1922 insgesamt nur drei Wissenschaftler aus österreichischen Forschungseinrichtungen, der letzte war Prof. Hans H. Hinterhuber 1992.

 

„Die Tatsache, dass mein Artikel als Leitartikel ausgewählt wurde macht mich besonders stolz. Er befasst sich mit dem Thema langfristiger Unternehmenserfolg.“, erklärt Christian Stadler. (siehe auch http://www.enduringsuccess.com)

 

Christian Stadlers Arbeit befindet sich an der Schnittstelle zwischen Strategischem Management und Unternehmensgeschichte. Ein Teil seiner Forschungen konzentriert sich auf die Entwicklung europäischer Großunternehmen. Der zweite Schwerpunkt seiner Arbeit konzentriert sich auf fundamentale Fragen des Strategischen Managements, insbesondere die Frage von Wettbewerbsvorteilen, Exploration versus Exploitation und dem Verhältnis von Struktur und Strategie.

 

„Das Faszinierende an meinem Forschungsgebiet ist die Verknüpfung von Geschichte und Betriebswirtschaft. Als großes Vorbild betrachte ich hier Alfred D. Chandler. Seine Arbeit wird von Betriebswirten und Ökonomen ebenso ernst genommen wie von Historikern. Kurzum, Erkenntnis lässt sich nicht einfach in Fächer einteilen“, so Stadler.

 

Zur Person:

Christian Stadler wurde 1976 in Wörgl geboren. Er absolvierte das Bundesoberstufengymnasium an der Theresianischen Militärakademie und beendete 2000 sein Studium in Geschichte, Theologie und Philosophie an der Universität Innsbruck. 2002 promovierte er mit der Arbeit  „Unternehmenskultur bei Shell, Siemens und DaimlerChrysler." zum Dr. phil. Parallel dazu arbeitet er 1999 bis 2002 an diversen Projekten im Personalbereich der Royal Dutch/Shell Group of Companies in Den Haag, den Vereinten Nationen in New York und bei der Siemens AG in München mit. Nach seiner Promotion arbeitete er 2003 bei Roland Berger Strategy Consultants und beriet ein führendes europäisches Erdölunternehmen. Seit WS 2003/04 ist Stadler am Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus an der Fakultät für Betriebswirtschaft tätig. Im Sommer 2005 wurde er an die Harvard Business School eingeladen und im darauffolgenden Jahr als Gastprofessor an die Université Toulouse, Sciences Sociales berufen. Ab Januar 2008 wird er zwei Jahre an der Tuck School of Business at Dartmouth verbringen und sich mit „Exploration and Exploitation in der Erdölindustrie“ beschäftigen.