Kopf der Woche: Ao.Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Peter Stöger

Prof. Peter Stöger, der seit vielen Jahren am Institut für Erziehungswissenschaft der Fakultät für Bildungswissenschaften tätig ist, erhielt kürzlich eine hohe akademische Würdigung: Am 14. Februar 2007 wurde ihm das Ehrendoktorat der Universität Drohobytch (Ukraine) für seine Verdienste um den interkulturellen wissenschaftlichen Austausch verliehen.
Prof. Peter Stöger
Bild: Prof. Peter Stöger

Seit 2002 pflegt Prof. Stöger wissenschaftliche Beziehungen zur Universität Drohobytch. Mehrmals war er zu Lehrzwecken dort wie umgekehrt über seine Vermittlung auch Angehörige der Drohobytcher Universität: Unter anderem verbrachten Dekan Dr. Kemin, Vizedekan Dr. J. Lopouschanskyj und Institutsleiter Dr. W. Lopouschanskyj sowie Studierende Studienaufenthalte an der Pädagogischen Akademie in Stams und/oder an der LFU Innsbruck.

 

Darüber hinaus stieß auch das wissenschaftliche Werk und Arbeiten von Prof. Stöger auf großen Anklang, stammen doch zwei namhafte Wissenschafter, mit deren Leben und Werk sich Dr. Stöger seit Jahrzehnten intensiv befasst und woraus zahlreiche Publikationen resultierten, aus Bessarabien bzw. Galizien: Igor A. Caruso und Martin Buber.

 

Die Schwerpunkte seiner Lehre und Forschung liegen im Bereich der Interkulturellen  Pädagogik und des Interkulturelles Lernens sowie des Interreligiösen Dialogs und seiner friedenspädagogischen und dialogpädagogischen Bedeutung. „Diese Themen stehen im Zentrum meines Interesses, weil der Friede im Kleinen aber auch der Friede im Grossen davon abhängt“ erklärt Prof. Stöger. „Der Erfolg des interreligiösen Dialogs - wie ihn Kardinal König, der Dalai Lama und andere initiierten - hat für den Weltfrieden eine geradezu dramatische Bedeutung“.

 

Zur Person:

Prof. Stöger wurde am 18.5.1946 in Innsbruck geboren und verbrachte seine Kindheit in Wald am Arlberg. Er studierte in Innsbruck - Lehrerbildungsanstalt sowie Erziehungswissenschaften (Erstfach) und Psychologie (Zweitfach), promovierte 1978 und verbrachte in den achtziger Jahren jährlich längere Zeit in Mexiko. Er ist seit 2006 Witwer und war 32 Jahre mit seiner Frau Teresa Machorro de Stöger aus Tecamachalco (Pue, Mexiko) verheiratet.
Im Studienjahr 1977/78 wurde Prof. Stöger Professor an der Pädagogischen Akademie in Innsbruck. Davor war er 13 Jahre lang als Lehrer an Tiroler Pflichtschulen (Volks- Hauptschulen) tätig. Seit 1982 ist er Professor für Humanwissenschaften an der Pädagogischen Akademie der Diözese Innsbruck in Stams.
1985 habilitierte sich Prof. Stöger an der LFU Innsbruck mit einer Venia für "Erziehungswissenschaften unter besonderer Berücksichtigung der Pädagogischen Anthropologie und der Ethnopädagogik". In seiner Habilitationsschrift befasste er sich mit dem Personalisationsansatz des berühmten österreichischen Psychoanalytikers Igor Caruso unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte Entfremdung und Kultur. 1997 verlieh ihm Bundespräsident Dr. Thomas Klestil den Berufstitel „Außerordentlicher Universitätsprofessor’. Prof. Stöger bereiste als Gastvortragender und Gastlektor mehrere Universitäten und Hochschulen in Mexiko (Puebla, Tlaxcala), in Wales (Bangor), in Ungarn (Budapest und Szombathely), in der Ukraine (Drohobytsch), in Portugal (Porto und Faro), in Deutschland (Osnabrück und Offenbach) und in Bulgarien (Smoljan-Plovdiv). Seit 1988 ist er darüber hinaus Ehrenmitglied des Arbeitskreises für Psychoanalyse von Buenos Aires.

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