Kopf der Woche: Ao. Univ. Prof. Dr. Peter W. Haider

Ao. Univ. Prof. Dr. Peter W. Haider feiert am 5. Jänner seinen 61. Geburtstag. Seit nunmehr 37 Jahren arbeitet er am Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik der Universität Innsbruck in Forschung und Lehre. Vor vier Wochen wurde ihm in Anerkennung seiner Leistungen die Festschrift zu Altertum und Mittelmeerraum – die antike Welt diesseits und jenseits der Levante überreicht.
Kopf der Woche: Ao. Univ. Prof. Dr. Peter W. Haider
Bild: Kopf der Woche: Ao. Univ. Prof. Dr. Peter W. Haider
Zur Person

Peter W. Haider wurde 1946 in Hall geboren und konnte 1974 sein Studium aus Alter Geschichte und Vergleichender Geschichtswissenschaft, Klassischer Archäologie, Orientalistik und Ägyptologie an der LFU Innsbruck abschließen. Seit 1970 arbeitet er am Institut für Alte Geschichte in Forschung und Lehre, wo er seit 1983 die Dozentur für Alte Geschichte und Vergleichende Geschichte früher Kulturen innehat. Für seine Habilitationsschrift erhielt er 1984 den Preis der Landeshauptstadt Innsbruck. Seit 1988 ist Peter W. Haider außerordentlicher Universitätsprofessor.

 

Seine umfangreichen und vielseitigen Publikationen offenbaren ein breites Forschungs- und Arbeitsfeld. Das 17 Seiten umfassende Schriftenverzeichnis der Festgabe legt darüber anschaulich Zeugnis ab. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die interkulturellen Beziehungen im Großraum Kleinasien – Syrien – Ägypten,  die Beschäftigung mit antiker Religionsgeschichte sowie die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Alpenraums in der Antike

Peter W. Haiders Zugang zum Altertum ist geprägt von einer kulturübergreifenden Perspektive, die auch heute eine zentrale Rolle im Forschungsfeld des Instituts für Alte Geschichte und Altorientalistik spielt und bereits vor 24 Jahren in seiner Habilitationsschrift zu den Beziehungen zwischen Griechenland, Libyen und Ägypten im späten 2. sowie in der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends vor Chr. zum Ausdruck kam. Hervorzuheben ist ebenso das breite chronologische Spektrum der Arbeiten von Peter W. Haider, das vom 3. Jahrtausend vor Christus bis in die römische Zeit reicht.

Als ein Beispiel seiner interdisziplinären Zusammenarbeit ist seine Mitherausgeberschaft bei einer soeben erschienenen Publikation im Kontext eines interfakultären Schwerpunktes und in Kooperation mit der Vergleichenden Literaturwissenschaft und der Romanistik mit dem Titel: „Grenzen und Entgrenzungen: Der Mediterrane Raum“ zu nennen.

Zahlreiche Exkursionen und Veranstaltungen für außeruniversitäre Bildungseinrichtungen dienen der Vermittlung der Ergebnisse seiner universitären Arbeit an alle Interessierten und zeigen, dass ihm die Kommunikation zwischen der Universität und ihrem Umfeld immer ein Anliegen war und ist.

 

Zur Festschrift

Die hohe internationale Beteilung an der 878 Seiten umfassenden Festschrift spiegelt einerseits die Anerkennung von Peter W. Haider in der Fachwelt wider. Andererseits repräsentieren die Beiträge aktuelle Forschungen zum gesamten Mittelmeerraum, dem breiten Arbeitsfeld von Peter W. Haider.

Sie behandeln Themen aus Kleinasien, Syrien, Mesopotamien, Iran, Ägypten, Nordafrika, Spanien, Alpenraum, Italien und Ägäis und widmen sich darüber hinaus der Fremdvölkerwahrnehmung sowie der Geschichtstheorie und der Wissenschaftsgeschichte. Die Bandbreite reicht dabei von Festungsarchitektur in Libyen über Kampfrichter und reiselustige Frauen in Ägypten sowie Kulturkontakten ugaritischer Schreiber bis hin zu einer Darstellung der letzten Tage des ‚Ötzi’. Darüber hinaus finden sich kritische Untersuchungen zur Fremdvölkerwahrnehmung, zur Wiederinszenierung von Geschichte sowie zu Geschichtstheorie und Wissenschaftsgeschichte.