Kopf der Woche: Dr. Elmar Kornexl

Dr. Elmar Kornexl feierte vor kurzem seinen 65. Geburtstag. Er war für die Geisteswissenschaftliche Fakultät der LFU Innsbruck mehrmals als Dekan tätig. In die 12jährige Amtszeit als Dekan bzw. Pro- und Prädekan von Dr. Kornexl fallen unter anderem die schwierige Einführung des UOG 1993 und die Implementierung des UG 2002.
Kopf der Woche: Dr. Elmar Kornexl
Bild: Kopf der Woche: Dr. Elmar Kornexl

Arbeitseifer, Fleiß und Idealismus haben Elmar Kornexl seit jeher ausgezeichnet. Qualität in Forschung und Lehre waren ihm immer genauso wichtig wie Breite und Vielfalt im Studienangebot. Elmar Kornexl, ein Mann der immer wieder als Dekan an der LFU sein Herzblut den Sportwissenschaften widmete und dem es stets ein großes Anliegen war, den Geisteswissenschaften innerhalb der Universität und auch in der Öffentlichkeit einen gebührenden Stellenwert einzuräumen und zu sichern. „Im engen Bereich der Sportwissenschaft war natürlich die Eröffnung der neuen großzügigen Univ. Sportanlagen im Jahre 1975 ein höchst erfreuliches Ereignis. Der Weitblick der damaligen Universitätsleitung verdient höchste Beachtung.“, lobt Elmar Kornexl die LFU Innsbruck.

Während seiner Amtszeit als Dekan hat Elmar Kornexl entscheidende Impulse und Maßnahmen gesetzt. Dazu zählen unter anderem die Errichtung eines Instituts für LehrerInnenbildung und Schulforschung, die Aufstockung von Personalressourcen, die Schaffung von vier neuen Vorziehprofessuren sowie der Abschluss der Vorarbeiten für die Zusammenführung aller Institutsbibliotheken zu einer großen Geisteswissenschaftlichen Bibliothek. Die größte Herausforderung für Dr. Kornexl, mit vielen erfüllenden Erfahrungen, war sicherlich die langjährige Tätigkeit als Dekan der ehemaligen GeiWi Fakultät mit den 23 Instituten: „Ich lernte in diesen 12 Jahren die Breite und die Bedeutung der Geisteswissenschaften kennen und schätzen. Die Geisteswissenschaften erfüllen als Träger und Bewahrer der Kultur und für Existenz und  Diskussion menschlicher Werte eine entscheidende Aufgabe innerhalb der Universität und in der Gesellschaft.“

Auf gesamtuniversitärer Ebene hat sich seit seinem beruflichen Einstieg in die LFU ungemein viel getan, beschreibt Kornexl die Höhepunkte auf die er zurück blicken kann: „Die Uni hat eine riesige Ausweitung sowohl wissenschaftlich als auch räumlich erfahren: die Ausweitung von 4 auf 7 Fakultäten, die Errichtung der Baufakultät und das neue Areal der NatWi-Fakultät, der Neubau der SoWi-Fakultät, die Renovierung der Theologischen Fakultät und des Hauptgebäudes am Innrain und viele andere Beispiele, die die Uni in Innsbruck zu einem Markenzeichen über die Grenzen Österreichs werden ließen.“

 

Begeisterung versetzt Berge

Nach Emeritierung von Prof. Fetz war Elmar bis auf 2 Unterbrechungen Institutsvorstand bzw. –leiter der Sportwissenschaften.

Auf sein Engagement und seinen Einsatz als Institutsleiter geht unter anderem die Einführung der Studienrichtung „Sportmanagement“ zurück - eine der attraktivsten Studienrichtungen des Studienangebots der LFU.

Durch seine langjährige Lehrtätigkeit konnte Elmar Kornexl viele andere Universitäten und Sportwissenschaftlich Institute im In- und Ausland kennen lernen. Seines Erachtens liegt Innsbruck ganz eindeutig im Spitzenfeld: „Natürlich sind es auch Land und Leute, die mich eingefangen haben. Die Innsbrucker Uni hat noch eine ideale Größe, um die aktive Vernetzung von Wissenschaftsgebieten zu ermöglichen. Auch im Bereich der Sportwissenschaft profitieren wir von einer Reihe inneruniversitärer Kooperationen.“

Im Zuge der Ausweitung des Instituts auf das Pulverturmareal 2001 setzte er sich mit ganzer Kraft für die Einrichtung eines Zentrums für Leistungsdiagnose, das „Trainingswissenschaftliche Zentrum“ ein. Dieses bietet in Zusammenarbeit mit Sportvereinen und Sportverbänden den Leistungssportlern Trainingsplanung und -betreuung auf höchstem Niveau.

Im Rahmen der sportpädagogischen Ausbildung der Studierenden liegt ihm die Erstellung von Lehrfilmen über die bewegungs- und sportrelevanten Voraussetzungen des Menschen in den verschiedenen Lebensabschnitten besonders am Herzen. Elmar Kornexl ist noch mit 65 Jahren ein Mann, der mit Körper und Geist die Universität Innsbruck maßgeblich, nachhaltig und entscheidend weiterentwickelt hat.

 

Erfolgreiche Hochschulkarriere

„Ich glaube, ich konnte den Aufstieg des Instituts für Sportwissenschaft in den letzten 40 Jahren doch wesentlich mitbestimmen, sowohl in der wissenschaftlichen Reputation als auch im Bereich personaler und finanzieller Ressourcen. Es war und ist immer erfüllend am Institut in Forschung und Lehre tätig zu sein.“, freut sich Elmar Kornexl und verdankt der LFU Innsbruck selbst auch sehr vieles: „Eine solide Ausbildung und gute Lehrer, also ideale Bedingungen, um später auch als Assistent zu forschen und zu lehren, an einem Institut, das an der Uni und in der Öffentlichkeit doch als wichtig erachtet wurde.“

Bereits im Dezember 1977 bekam Dr. Kornexl vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung die venia legendi für Sportpädagogik verliehen.

Seine erste Amtszeit als Dekan dauerte vom Studienjahr 89/90 bis einschließlich 92/93. Vom Studienjahr 92/93 bis 95/96 bekleidete er die Funktion eines Pro- bzw. Prädekans. Für die Studienjahre 95/96 bis 03/04 konnte er erneut für die Funktion eines Dekans gewonnen werden, ein Amt, das er bis zum 1.10.2004 erfolgreich innehatte.

Prof. Kornexl bewarb sich 1981 um die Stelle eines Universitätsprofessors für Sportpädagogik an der Universität Salzburg. Im Dreiervorschlag der Universität war er an zweiter Stelle gereiht. 1984 erhielt er einen Ruf an die Universität Konstanz als Professor für Sportpädagogik. Im Sommer 2003 bewarb sich Elmar Kornexl für das Amt des Rektors der LFU Innsbruck nach dem UG 2002, wo er ebenfalls Aufnahme in den vom Universitätskonvent erstellten Dreiervorschlag fand.

 

Zur Person:

Elmar Kornexl wurde am 21.09.1941 in Feldkirch/Vorarlberg geboren. Nach dem Besuch von Volksschule und humanistischem Gymnasium in Feldkirch begann er im Herbst 1959 das Hochschulstudium an der Universität Innsbruck in den Fächern Klassische Philologie, Leibeserziehung und Pädagogik. Nach bestandener Lehramtsprüfung für die Fächer Leibeserziehung und Latein im November 1964, folgte seine Hochschulkarriere in Innsbruck. Nach 3 Jahren als Vertragslehrer am Turninstitut der Universität Innsbruck promovierte er im Juli 1968 an der philosophischen Fakultät im Fach Leibeserziehung mit einem sporthistorischen Dissertationsthema. Im Herbst 1977 habilitierte er sich und wurde im Juli 1981 zum außerordentlichen Universitätsprofessor für Sportpädagogik am Institut für Sportwissenschaften. Im Februar 1986 wurde er dann zum Ordentlichen Univ.-Professor ernannt und betreue in Lehre und Forschung die Bereiche Sportpädagogik und Sportgeschichte am Institut für Sportwissenschaften. Von 1983 bis 1985 war Dr. Kornexl Mitglied der vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Sport eingesetzten Kommission zur Reform der Lehrpläne des Unterrichtsfaches Leibesübungen. In den Jahren 1991 bis 1999 leitete er erstmals das Institut für Sportwissenschaft der Universität als Vorstand. Mit 01.01.2005 übernahm er erneut die Leitung des Institutes Innsbruck und wurde auch als Studienbeauftragter der Studienrichtungen Sportwissenschaft bestellt.