Kopf der Woche: Mag. Elisabeth Rastbichler

Am 19. September jährt sich der Fund „der Mann im Eis“ zum fünfzehnten Mal. Frau Mag. Rastbichler/Geographie ist eine der beteiligten WissenschafterInnen an der Erforschung des so genannten Ötzi. In dieser Woche organisiert sie die Feierstunde zum Auffindungsjubiläum, die am 19. September 2006 um 13.30 Uhr in der Aula der Leopold Franzens Universität stattfindet.
Kopf der Woche: Mag. Elisabeth Rastbichler
Bild: Kopf der Woche: Mag. Elisabeth Rastbichler
Ötzi, der Mann im Eis:

Am 19. September 1991 wurde am Tisenjoch in den Ötztaler Alpen ein sensationeller archäologischer Fund gemacht. Dieser kam nicht in einer wissenschaftlichen Ausgrabung zu Tage, sondern wurde vom Ehepaar Erika und Helmut Simon (gest. 2004) aus Nürnberg zufällig aufgefunden. Anfänglich wurde der Fund als gerichtsmedizinischer Routinefall behandelt und erst am Tag 6 der Fundgeschichte von Professor Konrad Spindler/Ur- und Frühgeschichte (gest. 2005) als urgeschichtlich erkannt. Somit verblieb die 5200 Jahre alte Mumie an der Universität Innsbruck zur Erforschung. Wertvolle Erkenntnisse in den verschiedensten Bereichen der unterschiedlichsten Wissenschaftsdisziplinen wurden gewonnen. Am 16. Jänner 1998 wurde der Fundkomplex nach Südtirol überstellt, wo man ihn heute im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen besichtigen kann.

 

„Der Mann im Eis“

Eine der beteiligten Wissenschaftlerinnen ist Frau Magistra Elisabeth Rastbichler. Sie hatte gerade ihre Sponsion, als man sie am „Fall“ Ötzi beteiligte. Sie wurde mit den Recherchen zur Fundgeschichte betraut. „Es ist beruflich eine andere Richtung, wie ich mir das eigentlich vorgestellt habe. Mein ursprüngliches Ziel wäre die Museumspädagogik gewesen.“ Das neue Arbeitsumfeld war jedoch spannend und die junge Archäologin war auf ihrem Forschungsgebiet sehr erfolgreich tätig: „Ein großer Dank gebührt meiner Familie, die mich immer unterstützt hat“, ergänzt Rastbichler.

Die Feierstunde gilt auch als Dank an die an der Fundgeschichte beteiligten Personen. Durch ihre Aussagen und Fotos der Situation vor Ort, konnten primäre Fundlagen rekonstruiert werden. Es werden unter anderem Vorträge von a.o. Univ.-Prof. Dr. Markus Egg aus Mainz („Der Mann im Eis und seine Auswirkung auf die prähistorisch Archäologie“), Dr. Eduard Egarter Vigl aus Bozen („Wie geht es Ötzi 15 Jahre nach der Auffindung?“) und a.o. Univ.- Prof. Dr. Klaus Oeggl/ Botanik („Der Mann im Eis- ein Impuls für die Forschung“) zu hören sein. Ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeit wird die Vorstellung des Buches: „Der Mann im Eis. Die Fundgeschichte. Die Interpretation der Quellen als Grundlage für die Rekonstruktion des archäologischen Befunds“ von Magistra Elisabeth Rastbichler.

 

Zur Person:

Elisabeth Rastbichler wurde 1962 in Villach geboren. Sie ist mit Mag. pharm. Rudolf Rastbichler verheiratet. Die beiden haben zwei Kinder. Rafael wurde 1992 geboren und 1995 erblickte Teresa das Licht der Welt. Rastbichler engagiert sich sehr für die Junge Uni. „Ich liebe Kinder. Ihre Gedanken sind so frisch und spontan.“ Ihr nächstes Ziel wird sicher damit zu tun haben.