Kopf der Woche: Prof. Max Preglau

Prof. Max Preglau ist Vorstand des Instituts für Soziologie, im kommenden September tritt er die „Joseph A. Schumpeter Forschungsprofessur“ an der renommierten Harvard-Universität in den USA an.
Prof. Max Preglau
Bild: Prof. Max Preglau

Jährlich wird für die Harvard-Universität eine „Joseph A. Schumpeter Fellowship“ ausgeschrieben. „Man bewirbt sich mit einem Forschungsprojekt bei der österreichischen Schumpeter-Gesellschaft, eine Jury der Harvard-Universität wählt aus einem österreichischen Vorschlag das nach ihrem Ermessen beste und interessanteste aus. Die Person hinter dem Forschungsprojekt wird dann für ein Studienjahr nach Harvard geladen, um dort an diesem Projekt zu forschen und zu arbeiten, Kontakte mit den dortigen Institutionen und KollegInnen aufzubauen und als wissenschaftlicher Vertreter Österreichs bei Vorträgen und Fachveranstaltungen aufzutreten“, so Prof. Preglau.

 

Der Titel von Prof. Preglaus Forschungsprojekt lautet „’Sound of Music’ out of Key? Right Wing Populism and Political Change in Austria and their Resonance in the US Political System and American Society“. Prof. Preglau wird darin untersuchen, ob und in welcher Form die US-Politik und die US-amerikanische Gesellschaft auf den Antritt der schwarz-blauen Regierung in Österreich reagiert hat. „Neben der spezifischen Forschungsarbeit stehen die Schumpeter-Professuren aber auch unter dem Zeichen, die Verbindungen zwischen den SoWi-Fakultäten österreichischer Universitäten und der Harvard-Universität zu vertiefen und zu festigen“, hält Prof. Preglau fest.

 

Die Professur an der Harvard-Universität beginnt im kommenden September, bis zu deren Ende im Juni 2007 werden die LFU und das Institut für Soziologie auf die Person und das Wissen von Prof. Preglau verzichten müssen.

 

Zur Person:

geboren 1951, Mag. rer. soc. oec. (WU-Wien 1974), Dr. rer. soc. oec. (WU-Wien 1977), Post-graduate-Ausbildung aus Soziologie am Institut für höhere Studien und wissenschaftliche Forschung - Wien (1975-1976); Habilitation im Fach Soziologie (Innsbruck 1985); Seit Herbst 1977 Assistent und seit Herbst 1991 Universitätsprofessor am Institut für Soziologie an der SOWI-Fakultät bzw. der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie der Universität Innsbruck, zur Zeit Institutsleiter.

Forschungsschwerpunkte: Theorie und Methodologie der Soziologie, Strukturprobleme und Entwicklungsperspektiven der Gegenwartsgesellschaft mit Schwerpunkt Arbeit und Sozialpolitik, Soziologie des Tourismus.

Auswahl aus neueren Publikationen: Postmodernes Österreich? Konturen des Wandels in Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Kultur. Band 15 der Schriftenreihe des Zentrums für angewandte Politikforschung, Wien 1998: Signum-Verlag (Mitherausgeber und -autor); Soziologische Theorie. Abriß der Ansätze ihrer Hauptvertreter (7. Auflage), München - Wien 2001: Oldenbourg (Mitautor); Rechtsextrem oder postmodern? Über Rhetorik, Programmatik, Interaktionsformen und ein Jahr Regierungspolitik der (Haider-)FPÖ, in: SWS-Rundschau 2/2001, S. 193 – 213; Sozialstaat am Ende? Erneuerung und Umbau des Sozialstaats in einer Periode des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbruchs, in Pelinka, Anton (Hg.), Wie sozial kann unsere Welt sein? Wien 2005. Verlag des ÖGB, S.202 - 217