Kopf der Woche: Hofrat Mag. Dr. Klaus Ewald

In den letzten acht Jahren war Dr. Ewald mit Drittmittelagenden betraut, ab erstem März wird er neben einer Reihe anderer Aufgaben als Bologna-Beauftragter im Vizerektorat für Lehre und Studierende (VR Bänninger-Huber) der LFU tätig sein.
Hofrat Mag. Dr. Klaus Ewald
Bild: Hofrat Mag. Dr. Klaus Ewald

Im Zuge des Bologna-Prozesses werden die Studien in Europa vereinheitlicht und alle Studienleistungen nach dem European Credit System (ECTS) bewertet. Der Vorteil für die Studierenden liegt in der Erhöhung ihrer Mobilität: „Sie können unbürokratisch zwischen den europäischen Universitäten wechseln und von anderen Kulturen lernen. Da sich die Österreichische Bundesregierung zur Umsetzung der Bologna-Vorgaben bis spätestens 2010 verpflichtet hat, wird auch die LFU Innsbruck ihr Studienangebot bis 2009 auf Bologna umstellen“, erklärt Dr. Ewald.

 

Der Bologna-Prozess bringt vor allem eine Studienreform großen Ausmaßes mit sich. Es bedarf eines Paradigmenwechsels von den Semesterwochenstunden zu den ECTS-Punkten (Workload der Studierenden), von der Input- zur Outputorientierung (Learning Outcomes). Diese Punkte sollen ihren Niederschlag in den nunmehr auszuarbeitenden Curricula finden. Die Kernfrage lautet „Was sollen die Studierenden nach positiver Absolvierung einer betreffenden Lehrveranstaltung, des Moduls, und schlussendlich des Studiums wissen und können?“. Dieses „wissen und können sollen“ geht über die fachliche Qualifikation hinaus. Die Arbeitswelt verlangt nach weiteren, außerfachlichen Kompetenzen, nach Beschäftigungsfähigkeit (employability). Auch diese sollen im Rahmen eines Studiums erworben werden“, so der Bologna-Beauftragte. Der Senat der LFU hat die Bedeutung dieser Maßnahmen erkannt und die Umsetzung im Rahmen des Entwicklungsplans und des Satzungsteils „Studienrechtliche Bestimmungen“ beschlossen.

 

Die geistige Verankerung dieser Ansätze wird möglicherweise etwas länger dauern. Aber, so hält Dr. Ewald fest: „Damit sind wir nicht allein. Derzeit haben die BildungsministerInnen aus 45 Staaten Europas die Bologna-Deklaration unterschrieben. Ganz Europa rüstet um. Am Ende des Prozesses wird nicht Gleiches stehen, sondern Vergleichbares. Dieses Vergleichbare wird den AbsolventInnen der LFU die Mobilität sowohl im Studium als auch in der Berufsausübung erleichtern. Europa rückt wieder ein Stück näher zusammen!“

 

Zur Person:

 

Dr. Klaus Ewald, Jahrgang 1955, absolvierte eine Kaufmännische Lehre und trat 1984 in den Dienst der LFU ein. Im zweiten Bildungsweg, neben Beruf und Familie, erlangte Dr. Ewald in Mindeststudiendauer und mit Auszeichnung den Doktortitel der Rechtswissenschaften. Neben Jahren in der Wirtschaftsabteilung und der Studienabteilung war Dr. Ewald drei Jahre Studienberater für Südtiroler Studierende, ehe er 1998 vom damaligen Rektor Smekal mit den Drittmittelagenden der LFU betraut wurde. Als Konsulent war er in der Implementierungsgruppe Drittmittel mit der Erstellung eines Satzungstextes beauftragt, der in weiterer Folge vom Senat auch beschlossen wurde. Diese Agenden, zu denen auch das Aufgabengebiet „Nebenbeschäftigungen“ zählte, wurden im damaligen Vizerektorat für Budget und Ressourcen (VR Gantner) wahrgenommen. Ab erstem März wird Dr. Ewald im Vizerektorat für Lehre und Studierende unter anderem als Bologna-Beauftragter der LFU dazu beitragen, dass der Bologna-Prozess Wirklichkeit wird.