Kopf der Woche: Jens Boenigk

Prof. Jens Boenigk ist externer Lehrbeauftragter am Institut für Zoologie und Limnologie der Universität Innsbruck. 2004 habilitierte er sich zum Thema „Räuber-Beute Beziehungen“. Anlässlich der ersten offiziellen Habilitationsfeier an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck überreichte ihm Rektor Prof. Manfried Gantner die Habilitationsurkunde.
Prof. Jens Boenigk
Bild: Prof. Jens Boenigk

In seinen Forschungsarbeiten beschäftigt sich Prof. Jens Boenigk vorrangig mit Räuber-Beute Beziehungen auf der Ebene von Geißeltierchen (Flagellaten) und Bakterien. Auch in dem Räuber-Beute-Verhältnis auf mikroskopischem Niveau gelten viele Regeln und Verhaltensweisen, die ebenso im Großen zu beobachten sind.

Boenigk konnte mit seinen Arbeiten die zentrale Position der Flagellaten herausarbeiten, die selbst für viele Biologen eine Art black box darstellt. In seinen Arbeiten zur Räuber-Beute Beziehung ist er auch auf die Diversität der Flagellaten eingegangen. Er hat sich mit modernen molekularbiologischen Methoden einen Zugang zur Biodiversität dieser Tiergruppe verschafft. Dabei ist eine erstaunliche Vielfalt zu Tage getreten. Boenigk widmet einen Großteil seiner Forschungsarbeit dem Studium der Biodiversität dieser Tiere und der geographischen Verbreitung der einzelnen Arten.

Prof. Boenigk hat in seinen Arbeiten eine Brücke zwischen dem mikrobiellen System und den Nahrungsnetzen der vielzelligen Organismen sowie zwischen der außeruniversitären Forschung und der Universität geschlagen. Er pflegt einen guten Kontakt zu den LimnologInnen am Institut für Zoologie und Limnologie der Universität Innsbruck und lehrt seit 2003 als externer Lehrbeauftragter an der Fakultät für Biologie. Damit haben auch die Studierenden die Möglichkeit seine Arbeiten aus erster Hand kennen zu lernen.

Zur Person:

Jens Boenigk wurde 1970 in Duisburg, Deutschland geboren. Nach dem Studium der Biologie und der Geologie/Paläontologie war er am Zoologischen Institut der Universität Köln tätig und arbeitete seine Dissertationsschrift zum Thema „Fütterungsmechanismen und Nahrungsauswahl von heterotrophen Geißeltierchen“ aus. Von 2000 bis 2001 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zoologischen Institut der Uni Köln und Post Doc mit einem Marie-Curie-Forschungsstipendium der Europäischen Kommission am Naturhistorischen Museum in London. Seit 2001 ist er Wissenschafter am Institut für Limnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und seit 2003 ist er als externer Lehrbeauftragter am Institut für Zoologie und Limnologie der Universität Innsbruck tätig.