Kopf der Woche: Hannelore Weck-Hannemann

Bei der letzten Jahrestagung der Nationalökonomischen Gesellschaft (NÖG) im Mai in Wien wurde Univ.-Prof. Dr. Hannelore Weck-Hannemann vom Institut für Finanzwissenschaft der Leopold-Franzens-Universität zur Präsidentin gewählt. Die Wissenschaftlerin wird ab 1.1.2005 für zwei Jahre die Präsidentschaft der NÖG bzw. der "Austrian Economic Association" antreten.
Hannelore Weck-Hannemann
Bild: Hannelore Weck-Hannemann

Die im Jahr 1954 in Ravensburg geborene Wissenschaftlerin ist derzeit intensiv im Bereich der sozio-ökonomischen Risikoanalyse - Bereich C - im Kompetenzzentrum "alpS - Zentrum für Naturgefahrenmanagement" eingebunden. Das Engagement bei „alpS“ steht auch in engem Zusammenhang mit ihren derzeitigen Forschungsinteressen, der Analyse staatlichen Handels, Umweltökonomik, Risikoanalyse und –bewertung sowie ihrer Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit, die u.a. bereits durch eine Professur bei den Forstwissenschaften in den Jahren 1992-94 an der ETH Zürich zum Ausdruck kam. Darüber hinaus beschäftigt sich Prof. Weck-Hannemann seit vielen Jahren mit Forschungsfragen im Bereich der Neuen Politischen Ökonomie (Public Choice), der angewandtenund experimentellen Ökonomik sowie der Frauen-/Familienökonomik.

Die NÖG
Die Nationalökonomische Gesellschaft ist die Vereinigung der österreichischen Ökonomen (Volkswirtschaft). Sie wurde im Jahr 1918 gegründet, unter den Gründungsmitgliedern befanden sich mit Joseph Schumpeter und Ludwig von Mises auch zwei berühmte Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Die NÖG hat heute über 200 Mitglieder. Seit 1978 veranstaltet sie regelmäßig Jahrestagungen, unterstützt während des Jahres Vortragsreihen an verschiedenen österreichischen Institutionen, wie beispielsweise am IHS und an Universitäten, und hat für über 400 Adressaten eine Mailinglist mit wertvollen Informationen. Darüber hinaus ist die NÖG auch Herausgeberin der wissenschaftlichen Zeitschrift EMPIRICA. Die nächste Jahrestagung der NÖG wird im Mai 2005 an der Universität Innsbruck unter der wissenschaftlichen und organisatorischen Leitung von Prof. Weck-Hannemann und ihrer Kollegen Prof. Sutter, Prof. Pfaffermayr und Prof. Kerschbamer zum Thema "Behavioral and Experimental Economics" stattfinden.

Zur Person
Hannelore Weck-Hannemann studierte Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Konstanz und Zürich, wo sie auch promovierte und schließlich habilitierte. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin des Schweizerischen Nationalfonds und der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Ein Heisenberg-Stipendium sowie Professuren an der ETH Zürich und an der Humboldt-Universität zu Berlin folgten. Seit 1994 ist sie ordentliche Professorin am Institut für Finanzwissenschaft der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Weck-Hannemann ist Mitherausgeberin der Fachzeitschriften „Public Choice“ und „Perspektiven der Wirtschaftspolitik“. Acht Jahre lang war sie Mitglied des „Research Council“ des Europäischen Hochschulinstituts in Florenz, bis 2000 war sie drei Jahre im Board der „European Public Choice Society“. Die engagierte Wissenschaftlerin ist Vizepräsidentin und gleichzeitig Mitglied im Österreichischen Akkreditierungsrat, einem Gremium, welches für die Akkreditierung von Privatuniversitäten in Österreich zuständig ist. Darüber hinaus ist sie auch als Mitglied im Universitätsrat der Universität Klagenfurt tätig. Die Autorin zahlreicher Publikationen, wissenschaftlicher Beiträge und Forschungsberichte ist seit 1995 im Vorstand und seit 1997 als stellvertretende Vorsitzende in der NÖG/Austrian Economic Association tätig.