Kopf der Woche: Paul Videsott

Seit 1999 ist Univ.-Prof. Dr. Paul Videsott als Vertrags-Assistent am Institut für Romanistik der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck tätig. Der gebürtige Südtiroler ist seit Jänner diesen Jahres habilitiert.
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In seiner Habilitationsschrift mit dem Titel "Padania scriptologica" untersucht der 1971 in Bruneck, Südtirol, geborene Paul Videsott altnorditalienische Texte von den Anfängen bis 1525. Seine Forschungsschwerpunkte liegen neben der Skriptologie und Skriptometrie vor allem im Bereich der Dialektologie, in der Sprachplanung, der (Top)Onomastik und der Onomatometrie.

Paul Videsott begann 1990 Romanistik und Politikwissenschaft an den Universitäten Innsbruck und Eichstätt zu studieren. Im Jänner 1995 schloss er sein Studium erfolgreich ab und fünf Jahre später folgte schließlich auch seine Promotion. Das Thema seiner Dissertationsarbeit war die "Ladinische Anthroponomastik von 1605-1784". 1995 war Videsott vier Jahre lang als Projektassistent an der Universität Innsbruck tätig. Neben seiner Lehrtätigkeit an der LFU in Innsbruck unterrichtete Videsott auch an den Universitäten in Trient, in München sowie an der Fakultät für Bildungswissenschaften in Brixen und der Freien Universität in Bozen, Italien. Überdies ist Prof. Videsott auch Mitarbeiter der journalistischen Redaktion der RAI Ladina in Bozen und seit Juli 1999 Mitarbeiter am FWF-Forschungsprojekt ALD-II sowie Mitglied des Arbeitskreises “Romanische Variationslinguistik” am Institut für Romanistik der Universität Salzburg unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Hans Goebl.
1999 wurde Videsott von der I. Gesetzgebungskommission des Südtiroler Landtages als Experte zum Toponomastik-Gesetzesentwurf Pöder/Klotz eingeladen und seit 2 Jahren arbeitet er auch als Mitglied des wissenschaftlichen Komitees der Zeitschrift "Ladinia" des ladinischen Kulturinstituts "Micurà de Rü" in San Martin de Tor, Italien. Dort ist er übrigens auch seit vergangenes Jahr in der Toponomastikkommission tätig.

Neben zahlreichen Veröffentlichungen und Publikationen bekam der junge Wissenschaftler 2001 unter anderem den "Dr. Theodor Körner Preis" für das Projekt "Zur Chronologie der ca-Palatalisierung" und ein Jahr später den Preis des Fürstentums Liechtenstein für die wissenschaftliche Forschung an der LFU Innsbruck für das Projekt "Onomatometrie der liechtensteinischen Ortsnamen" überreicht

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