Kopf der Woche: Seongki In

Der südkoreanische Germanist und Nestroy-Experte Dr. Seongki In hat 1998 an der Universität Innsbruck über "Nestroys Antiillusionstheater" promoviert. Nun wurde er als Professor für Germanistik an die Pusan National University berufen. An seine Zeit in Innsbruck erinnert er sich mit Freude. Mit seinem damaligen Betreuer, Prof. Sigurd Paul Scheichl, pflegt er auch weiterhin einen regen Austausch.
Prof. Dr. Seongki In
Bild: Prof. Dr. Seongki In

Seongki In wurde 1960 in Seoul geboren. Von 1979 bis 1993 studierte er am Institut für Germanistik der Seoul National University. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Universität Wien von 1989 bis 1991 kam er drei Jahre später für ein Doktoratsstudium an das Institut für deutsche Sprache, Literatur und Literaturkritik der Universität Innsbruck; sein Studium in Korea war dafür eine gute Grundlage. Seine Dissertation widmete Dr. In dem Antiillusionstheater Nestroys. Im Jänner 1998 schloss er dieses Studium mit der Promotion ab. Als Lehrbeauftrager war Seongki In bisher an den Universitäten Aju, Sejong, Hansin, Hanyang sowie der Chungbuk National University und der Seoul National University tätig.

Auf seine Zeit in Innsbruck blickt Seongki In mit Freude zurück. Besonders seinen Doktorvater Prof. Sigurd Paul Scheichl lobt er in hohen Tönen: "In ihm habe ich meinen teuersten sachverständigen Betreuer gefunden, der mit seinen treffenden Ratschlägen wesentlich zum Zustandekommen meiner Dissertation beigetragen hat", so Dr. In. Auch nach seiner Promotion wurden In durch Scheichl immer wieder Anregungen zu teil. "Er hat mir bei meinen wissenschaftlichen Problemen immer wieder den richtigen Weg gewiesen und häufig auch Fachbücher geschenkt, die mir beim Studium der österreichischen Literatur sehr behilflich sind", betont In weiter. Auch Prof. Johann Holzner, der Zweitbegutachter der Dissertation, und Prof. Wolfgang Hackl standen ihm während des Studiums in Innsbruck hilfreich zu Seite.