Kopf der Woche: Wolfgang Pöckl

Prof. Mag. Dr. Wolfgang Pöckl lehrt seit Oktober als Professor für Translationswissenschaft an der Uni Innsbruck. Schwerpunkt seiner Forschung ist neben der literarischen Übersetzung ein breites Spektrum übersetzungstheoretischer Grundlagenforschung. Daneben kann der 1952 in St. Gilgen geborene Pöckl sowohl auf Arbeiten in den Bereichen Kontrastive Linguistik, Stilistik, Fachsprachenforschung und Übersetzungswissenschaft sowie Rezeptionsgeschichten verweisen und ist überdies Herausgeber mehrerer Sammelbände.
Prof. Mag. Dr. Wolfgang Pöckl
Bild: Prof. Mag. Dr. Wolfgang Pöckl

Prof. Pöckl studierte an der Universität Salzburg Romanistik und Germanistik. 1975 schloss er sein Studium mit Mag. phil. ab, drei Jahre später promovierte er zum Dr. phil. Nach seiner Habilitation für Romanische Philologie im Jahr 1988 wurde er zum Leiter der Abteilung Übersetzungswissenschaft und Rezeptionsforschung an der Universität Salzburg bestellt. Seit 1997 war er Universitätsprofessor für den Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft an der Universität Mainz.

Im Bereich der Übersetzungswissenschaft hat sich Pöckl hauptsächlich mit der Geschichte der Übersetzung (Schwerpunkte Mittelalter und Österreichische Literatur), der Sozialgeschichte des Übersetzens sowie dem Übersetzungsvergleich und der Übersetzungskritik auseinandergesetzt. Im Bereich der Kontrastiven Linguistik behandelte er im besonderen die Kontrastive Textologie, d.h. die Untersuchung der Verschiedenheiten von Bauplänen bestimmter Textsorten in einzelnen Sprach- bzw. Kulturräumen. Ein weiteres Beispiel ist die Analyse der internationalen Verbreitung der Terminologie der Psychoanalyse und die semantische Aufweichung der Termini beim Eindringen der Fachwörter in die Gemeinsprache - im Deutschen etwa "Komplex" oder "Fehlleistung".