Kopf der Woche: Stephan Laske

Stephan Laske, Professor am Institut für Organisation und Lernen an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität und ehemaliger Senatsvorsitzender, wurde vom Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Christian Wulff, in die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen berufen. Diese Kommission ist ein Beratungsgremium der Landesregierung und der wissenschaftlichen Einrichtungen in Niedersachsen.
Prof. Dr. Stephan Laske
Bild: Prof. Dr. Stephan Laske

Die in dieser Kommission vertretenen Expertinnen und Experten sollen dabei vor allem gutachterliche Stellungnahmen zur Weiterentwicklung des niedersächsischen Hochschul- und Forschungssystems, zur Einrichtung von Forschungsschwerpunkten, zur Schwerpunktsetzung bei der Verteilung von Forschungsmitteln sowie zur Entwicklung und Organisation der Forschungsevaluation abgeben. Die Berufung wurde zunächst auf drei Jahre ausgesprochen.

Prof. Laske, 1944 in Überlingen am Bodensee geboren, ist seit 1980 Professor an der Universität Innsbruck. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit engagiert er sich immer wieder im Bereich der konzeptionellen Weiterentwicklung von Universitäten. Als erster Senatsvorsitzender der Universität Innsbruck im Rahmen des Universitätsorganisationsgesetz (UOG) 93 entwickelte er zu dessen Einführung ein Implementierungsprojekt, das gewährleistete, dass das Know-how der Universitätsangehörigen zum Nutzen der Gesamtuniversität in diesen Prozess einfließen konnte.

Laske war und ist langjähriger Institutsvorstand des Instituts für Organisation und Lernen und darüber hinaus auch immer wieder engagiert, wenn es darum geht, Wissenschaft und Praxis einander näher zubringen. Ein Ergebnis dieser Arbeit ist das 1986 gemeinsam mit Prof. Hans Mühlbacher ins Leben gerufene Patenschaftsmodell Innsbruck (P-INN), das auch für kleinere Wirtschaftsbetriebe die Möglichkeit schafft, auf der Basis konkreter Problemstellungen, beispielsweise im Rahmen von Diplomarbeiten, das Know-how und Engagement der Universität - insbesondere von Studierenden - zu nutzen. In seine Amtszeit als Dekan der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (1992-1995) fällt auch der Aufbau des Absolventenvereins, des Projekts Euromobil, und einer professionellen Öffentlichkeitsarbeit für die SoWi.

Neben diesen Aktivitäten ist Laske immer wieder eingebunden, wenn es darum geht, Hochschulkonzepte zu erarbeiten und Weiterentwicklung der Universitäten voran zu treiben. So war er immer wieder Mitglied verschiedener Arbeits- und Expertengruppen der Rektorenkonferenz und des Wissenschaftsministeriums.

Derzeit ist Stephan Laske auch stellvertretender Vorsitzender des Unirates der Medizinischen Universität Innsbruck.